Wenn hinter der perfekten Fassade Abgründe lauern
Es ist ein großes Kompliment für einen Thriller, wenn man ihn kaum rezensieren kann, ohne zu viel zu verraten: In Shari Lapenas Roman „Was sie nicht weiß“ greifen die Plot-Elemente so eng ineinander, dass man eine Kaskade von Spoilern ins Rollen bringt, wenn man nur ein Detail der Handlung nennt.
Die Geschichte um das plötzliche Verschwinden einer Mutter aus einem vermeintlich sicheren Apartmentgebäude besticht durch einen extrem logischen Aufbau.
Die Autorin kontrolliert das Tempo perfekt, indem sie Informationen Stück für Stück und sehr gezielt verteilt. Erzählt aus wechselnden Perspektiven, streut sie geschickt falsche Fährten in der Nachbarschaft und der Familie, bricht die Erwartungen der Leserschaft und führt sie mehrfach in die Irre.
Sehr gelungen ist auch das Timing des Finales. Gerade als man glaubt, der Fall sei gelöst, erweisen sich vermeintlich gesicherte Ermittlungsergebnisse als falsch. Dabei wirken die unvorhersehbare Wendungen nie an den Haaren herbeigezogen, sondern entwickeln sich völlig natürlich.
Psychologisch ist das Buch auf hohem Niveau. Lapena seziert sehr toxische Beziehungen, die statt auf Liebe auf reiner Berechnung und gegenseitiger Abhängigkeit basieren. Dass sich manche Figuren in diesem moralischen Sumpf ohne großen Leidensdruck erschreckend gut arrangieren, verleiht dem Ganzen eine düstere Würze.
Die Ermittlerin des Mordfalls bildet einen positiven Gegenpol zu dieser moralisch zweifelhaften Welt und macht die Erfahrung, dass das Vertrauen in die eigenen Instinkte vor menschlichen Abgründen bewahren kann.
Zudem verwebt die Autorin eine hochaktuelle Frage: den oft unlösbaren Spagat moderner Frauen zwischen Beruf und Familie.
Fazit: Ein packender, psychologisch stimmiger Beziehungs-Thriller, der ohne billige Schockeffekte auskommt. Unbedingt lesenswert!
Mir gefällt auch die Optik des Buches: Die Seitenränder sind farblich perfekt auf das Cover abgestimmt. Ich liebe es, dass Goldmann diesen Designtrend bei seinen Thrillern nutzt, weil er die Romane im Regal wie eine Einheit wirken lässt.
Die Geschichte um das plötzliche Verschwinden einer Mutter aus einem vermeintlich sicheren Apartmentgebäude besticht durch einen extrem logischen Aufbau.
Die Autorin kontrolliert das Tempo perfekt, indem sie Informationen Stück für Stück und sehr gezielt verteilt. Erzählt aus wechselnden Perspektiven, streut sie geschickt falsche Fährten in der Nachbarschaft und der Familie, bricht die Erwartungen der Leserschaft und führt sie mehrfach in die Irre.
Sehr gelungen ist auch das Timing des Finales. Gerade als man glaubt, der Fall sei gelöst, erweisen sich vermeintlich gesicherte Ermittlungsergebnisse als falsch. Dabei wirken die unvorhersehbare Wendungen nie an den Haaren herbeigezogen, sondern entwickeln sich völlig natürlich.
Psychologisch ist das Buch auf hohem Niveau. Lapena seziert sehr toxische Beziehungen, die statt auf Liebe auf reiner Berechnung und gegenseitiger Abhängigkeit basieren. Dass sich manche Figuren in diesem moralischen Sumpf ohne großen Leidensdruck erschreckend gut arrangieren, verleiht dem Ganzen eine düstere Würze.
Die Ermittlerin des Mordfalls bildet einen positiven Gegenpol zu dieser moralisch zweifelhaften Welt und macht die Erfahrung, dass das Vertrauen in die eigenen Instinkte vor menschlichen Abgründen bewahren kann.
Zudem verwebt die Autorin eine hochaktuelle Frage: den oft unlösbaren Spagat moderner Frauen zwischen Beruf und Familie.
Fazit: Ein packender, psychologisch stimmiger Beziehungs-Thriller, der ohne billige Schockeffekte auskommt. Unbedingt lesenswert!
Mir gefällt auch die Optik des Buches: Die Seitenränder sind farblich perfekt auf das Cover abgestimmt. Ich liebe es, dass Goldmann diesen Designtrend bei seinen Thrillern nutzt, weil er die Romane im Regal wie eine Einheit wirken lässt.