Literarische Fiktion oder Dystopie?

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19cici95 Avatar

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Der Report der Magd trifft hier auf die nur allzu drohende Relaität.
Auch wenn der Klimawandel von einer weniger intelligenten Menge der Bevölkerung geleugnet wird, führt doch das Aussterben einer einzigen Art zu Folgen, die hier in diesem Buch literarisch aufgearbeitet werden. Während man sich in Büchern wie 1984 und Der Report der Magd noch immer rausreden kann ("Sowas wird nieee passieren") fällt es doch meiner Meinung nach deutlich schwerer, sich dies auch beim Verschwinden der Bienen einzureden.
Und die Folgen werden so verherend sein, dass wir sie noch nicht mal überblicken können. Das Buch bringt hierbei vielleicht auch nur einen kleinen Ausschnitt herüber, doch jede Person mehr, die man auf dieses Thema aufmerksam machen kann, zählt.
Jess ist hierbei die Protagonistin, die gemeinsam mit anderen jungen Mädchen die lebenswichtige Aufgabe hat, das bestäuben von Pflanzen zu übernehmen. Bis sie irgendwann selbst bestäubt werden und Kinder zur Welt bringen müssen, um nicht nutzlos zu sein. Beim Lesen läuft es mir kalt den Rücken herunter, weil man mittlerweile wirklich Angst vor jeder Dystopie haben muss, die geschrieben wird. Die Wahrheit und Zukunft könnte noch viel schlimmer sein, als die Vorstellungen der Autor:innen.