Poetische Trostlosigkeit und Gefühle in Farben
Eine Dystopie habe ich bei diesem Titel nicht erwartet – aber die Leseprobe liest sich so gut und macht Lust auf eine tiefgreifende Geschichte. Ich habe gerade „Der Report der Magd“ gelesen und konnte Parallelen erkennen. Zum einen erhalten wir einen Einblick in eine ökologisch vollkommen zusammengebrochene Welt, die vom Verschwinden der Bienen, von Lebensmittelknappheit, Kriegen und extremen Wetterereignisse geprägt ist. Wir begleiten Jess und ihre Freunde Cass in ein Arbeitslager (Camp?). Streng überwacht und isoliert haben sie nur eine Aufgabe: Obstbäume mit einem Pinsel zu bestäuben. Der Schreibstil der Autorin ist melancholisch und voller Poesie. Besonders mochte ich in der Leseprobe die Beschreibungen der Gemütszustände der Menschen mit Hilfe von Farbtönen. Ich weiß noch nicht, ob wir das gesamte Buch nur die Perspektive von Jess erleben oder ob weitere Figuren oder Sichtweisen hinzukommen. Durch die Rückblenden erhalten wir einen kleinen, aber interessanten und so bildhaft beschriebenen Einblick, in Jess Zeit mit Mutter und Bruder. Ich glaube, dass „Wenn die Bienen schweigen“ literarisch und psychologisch anspruchsvoll werden wird und sicher auch sehr emotional – aber ich freue mich darauf!!!
Das Cover ist so schlicht und trotzdem so vielsagend - aber erst, wenn man die Leseprobe gelesen hat!
Das Cover ist so schlicht und trotzdem so vielsagend - aber erst, wenn man die Leseprobe gelesen hat!