Authentische, bewegende Dystopie
Jahrelanges Ignorieren der Anzeichen eines Klimawandels hat zum Kollaps der Natur geführt. Die Bienen sind dadurch ausgestorben. Die Vielfalt von Pflanzen, Blumen, Früchten gibt es nicht mehr. Jess kommt mit 13 Jahren in ein Mädchenlager. Sie werden wie in einem Gefängnis gehalten. Männer überwachen sie. Per Hand müssen sie mit einem Pinsel Blüten bestäuben. Sobald sie ihre Tage bekommen, werden sie mit ihrem „Match“ zwangsverheiratet.
Jess hat eine freie Erziehung bei ihrer Mutter erhalten, zudem kann sie als Einzige lesen. In ihr erwacht der Widerstand und mit ihren Bildern auch in den anderen Mädchen…….
Ich lese eher selten Dystopien, um so gespannter war ich. Die Gründe der einschränkenden Lebensbedingungen sind eindeutig und scheinen nicht sehr weit entfernt. Zugleich wird hier sehr eindrücklich und beklemmend dargestellt, dass sich dadurch der Patriarchalismus wieder durchgesetzt hat. Alte narrative Geschlechterrollen werden notfalls mit Gewalt durchgesetzt. Mädchen werden zum Arbeiten verpflichtet und sobald sie geschlechtsreif sind, ist es ihre Aufgabe Kinder in die Welt zu setzen. Sehr authentisch, gefühlvoll und nachvollziehbar wird auch das Verhalten unter den Mädchen veranschaulicht. Dass die Wachmänner oft auch nur zwangsverpflichtet wurden, ist sehr glaubhaft geschildert. Das Hoffnungslicht in Person von Jess setzt Akzente, die auch den Freiheitsdrang der Mädchen in Gang setzen. Das Gefühl, dass Gemeinschaft Stärke ist, wurde für mich sehr schön umgesetzt.
Die Sprache der Autorin, ist ruhig, aber auch eindrucksvoll und fesselnd.
Das Ende ist passend zuversichtlich.
Fazit: Ich mochte diese tiefgründige Dystopie sehr gern. Leseempfehlung!
Jess hat eine freie Erziehung bei ihrer Mutter erhalten, zudem kann sie als Einzige lesen. In ihr erwacht der Widerstand und mit ihren Bildern auch in den anderen Mädchen…….
Ich lese eher selten Dystopien, um so gespannter war ich. Die Gründe der einschränkenden Lebensbedingungen sind eindeutig und scheinen nicht sehr weit entfernt. Zugleich wird hier sehr eindrücklich und beklemmend dargestellt, dass sich dadurch der Patriarchalismus wieder durchgesetzt hat. Alte narrative Geschlechterrollen werden notfalls mit Gewalt durchgesetzt. Mädchen werden zum Arbeiten verpflichtet und sobald sie geschlechtsreif sind, ist es ihre Aufgabe Kinder in die Welt zu setzen. Sehr authentisch, gefühlvoll und nachvollziehbar wird auch das Verhalten unter den Mädchen veranschaulicht. Dass die Wachmänner oft auch nur zwangsverpflichtet wurden, ist sehr glaubhaft geschildert. Das Hoffnungslicht in Person von Jess setzt Akzente, die auch den Freiheitsdrang der Mädchen in Gang setzen. Das Gefühl, dass Gemeinschaft Stärke ist, wurde für mich sehr schön umgesetzt.
Die Sprache der Autorin, ist ruhig, aber auch eindrucksvoll und fesselnd.
Das Ende ist passend zuversichtlich.
Fazit: Ich mochte diese tiefgründige Dystopie sehr gern. Leseempfehlung!