🐝Das Ende der Bienen ist das Ende der Menschheit 💀

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anja_aus_nickern Avatar

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Schon das Cover hat mich sofort nachdenklich gemacht. Die einzelne Biene mit ihren schwarzen Flügeln wirkt wie ein Symbol für das Sterben und Verschwinden einer ganzen Art.

Caryl Lewis entführt in eine dystopische Zukunft, in der genau das geschehen ist. Es gibt keine Bienen mehr, aber auch viele andere Dinge sind dadurch verschwunden.

Besonders beklemmend ist der Umgang mit Mädchen und Frauen. Diese werden im Alter von 11 Jahren in Camps gezwungen, wo sie Tag für Tag Blüten mit Pinseln bestäuben müssen, um die Arbeit der ausgestorbenen Bienen zu übernehmen. Jess, die Protagonistin, die ihre Geschichte selbst erzählt, und ihre Freundin Cass machen diese Welt greifbar und zeigen, welchen Preis die Menschen für die Fehler der Vergangenheit zahlen müssen.

Die Atmosphäre des Romans ist ruhig, melancholisch, von Traurigkeit durchzogen, gleichzeitig aber auch von einer ständigen Bedrohung geprägt. Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel kurz, so dass man schnell ins Geschehen eintauchen kann. Es geht um eine sehr bewegende Geschichte über Verlust, Hoffnung und Rebellion gegen ein totalitäres System.

Gibt es die überlebenden Arten und einen Neustart im Norden wirklich? Dieser Glaube verleiht Jess die Kraft ein Gemälde zu schaffen, was den Funken der Rebellion entfacht und nach Freiheit streben lässt. Die Mädchen zeigen Widerstand und auch der Wächter Eliot ist nicht länger bereit dieses System zu unterstützen.

Fazit: In diesem Buch wird einem schnell bewusst, dass mit den Bienen weit mehr verloren ginge als nur ein Insekt. Der Handlungsstrang ist übersichtlich, die Grundidee herausragend, nur hätte man den Hintergrund des Aussterbens noch mehr beleuchten können. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐ da die starke Botschaft noch lange nachwirkt und dieses Buch zu einer Lektüre macht, die zum Nachdenken in der aktuellen Zeit anregt.