Düster, spannend und erschreckend!

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storli.4 Avatar

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Mit „Wenn die Bienen schweigen“ hat Caryl Lewis einen düsteren Roman geschaffen, der einen sehr nachdenklich zurücklässt. Das Cover passt für mich sehr gut zur Geschichte und spiegelt die schwermütige Stimmung wider. Mit dem Schreibstil schafft die Autorin eine beklemmende Atmosphäre und es gelingt ihr sehr eindrücklich die Verzweiflung und die Wut der Figuren zu beschreiben. Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen, schafft es aber dennoch Spannung aufzubauen, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Wie die Welt beschrieben wird, wie sie nach dem Verschwinden der Bienen aussieht und was es alles nicht mehr gibt, hat mich einerseits sehr traurig gestimmt, auf der anderen Seite war ich schockiert von einigen Entwicklungen. Die Zusammenhänge, was in unserer Welt alles direkt und auch indirekt von den Bienen und dem Gleichgewicht der Natur im Allgemeinen abhängt, werden hier noch einmal nachdrücklich ins Gedächtnis gerufen.

Die Protagonistin hingegen fand ich richtig stark. Ihre Sicht auf die Dinge, ihr Mut und ihr Rebellionsgeist, den sie (auch dank ihrer Mutter) entwickelt, hat mich sehr beeindruckt. Die Freundschaften, die sich unter den Mädchen entwickeln, konnte ich gut nachvollziehen und es zeigt sich wieder, wie viel Kraft und Vertrauen man schöpfen kann, wenn man nicht allein ist. Auch das Verhalten der Protagonistin gegenüber ihren „Feinden“ hat mich beeindruckt.

Richtig gut gefallen hat mir, wie – also mit welchem Mittel – der Funke der Rebellion gezündet wurde. Ich konnte beim Lesen richtig nachempfinden, wie dieser Funke von Mädchen zu Mädchen weiterspringt und wie sie immer mehr Mut finden. Als kleinen Kritikpunkt habe ich empfunden, dass es gern in der ein oder anderen Szene noch ein bisschen mehr in die Tiefe gehen könnte. Ich denke, das Buch hätte noch ein paar mehr Seiten vertragen, in denen die ein oder andere Stelle etwas mehr ausgearbeitet hätte sein können. Nichtsdestotrotz hat mir das Ende der Geschichte ebenfalls sehr gefallen, obwohl es mich auch ein wenig traurig zurückgelassen hat.

Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen und hoffen, dass es reine Fiktion bleibt.