düstere Zukunftsvision

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khaleesi Avatar

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Die Autorin hat hier eine düstere Welt in der Zukunft entworfen, die nicht so abwegig erscheint. Die Bienen sind ausgestorben, die Natur ist in eine Schieflage geraten, was große Auswirkungen auf die Menschen, die Gesellschaft und die Staaten hat.
In diesem Staat müssen Mädchen ab 11 Jahren in ein Lager, das sehr an KZs der Nazis erinnert. Sie werden zum Schlafen in Baracken gestapelt, tagsüber müssen sie mit Pinseln Blüten bestäuben und zweimal am Tag gibt es wenig zu essen. Auch das Wasser ist knapp.
Jess ist die Hauptfigur, ihre Mutter fälschte ihre Papiere und behielt sie länger bei sich, lehrte sie lesen, schreiben, malen und vor allem denken. Bei der Flucht mit ihrem Bruder wurde sie erwischt und ist nun doch im Lager gelandet. Der Staat beutet die Menschen aus und verschleiert dies gut. Die Jungen müssen zum Militär. Die Mädchen werden schließlich mit einem passenden Mann verheiratet, damit sie Kinder bekommen, um das System weiter zu stützen. Es gelingt Jess auf ihre Art zu rebellieren und andere wachzurütteln, das ist nicht gefahrlos möglich. Die Handlung ist packend und spannend, das Erzähltempo hoch. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind glaubhaft und teils tragisch. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Eine sehr spannende Jugendsystopie, die ich gerne weiterempfehle.