Dystopie mit viel Hoffnung

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
najatje Avatar

Von

Das Buch handelt von der Hauptfigur Jess, die -wie alle anderen Mädchen in ihrem Alter- in einem Arbeiterinnencamp lebt. Die Menschheit hat zu gesehen, wie die letzten Bienen ausgestorben sind und nun müssen also die Blüten per Hand bestäubt werden. Sobald die Mädchen ihre Tage bekommen, werden sie mit einem genetisch passenden Mann verheiratet um Kinder zu bekommen. Aber nicht nur die Arbeit schränkt sie ein, sondern es gibt nach einem Klassensystem Zugang zu Lebensmitteln und Wassern.
Natürlich ist Jess unzufrieden und spürt sie den Drang, für ihre eigene Freiheit zu kämpfen. Im Buch wird alles detailliert genug beschrieben, so dass ich im Grunde beim Lesen meinen eigenen Kinofilm im Kopf hatte.
Die Bilder, die Jess zeichnet, sind tatsächlich vor meinem inneren Auge erschienen (und genau das liebe ich am Lesen, wenn das klappt).

Auf unsere heutige Lage übertragen kann man da durchaus Parallelen finden. Auch wenn das Buch aufzeigt, wie schlimm es sein könnte, so zeigt es aber auch, dass manchmal Mut gefragt ist, um für seine Freiheit zu kämpfen. Gleichzeitig ist es aber auch eine Art Weckruf oder eine Warnung für uns Lesende und zeigt uns auf, wie die Welt sich wandeln könnte, wenn z.B. die Bienen wirklich aussterben sollten. Man kann nur hoffen, dass das nie eintreffen wird.

Definitiv ein sehr schöner Roman, der einen aber auch aufwühlt und erneut zum Nachdenken anregt. Hoffentlich ist es keine Vorhersage für die Zukunft und ich würde mich freuen, wenn dieses Buch von so manch einem die Augen öffnet und wir alle wieder mehr unsere Natur zu schätzen lieben.