ein gutes buch
ich bin da ziemlich schnell in dieses unangenehm realistische gedankenspiel reingerutscht.. was passiert eigentlich wenn die bienen einfach nicht mehr da sind? und genau dieses es fühlt sich möglich an hat sich beim lesen bei mir ziemlich festgesetzt. die welt die hier beschrieben wird wirkt auf mich gleichzeitig fremd und erschreckend logisch. diese camps in denen mädchen die bestäubung übernehmen müssen haben etwas sehr beklemmendes weil es so alltäglich erzählt wird als wäre das die neue normalität. was mich am meisten beschäftigt hat ist diese kombination aus kontrolle und anpassung. die hauptfigur ist jung aber sie merkt ziemlich schnell das das system keine auswege vorsieht.. außer man fängt an es zu hinterfragen. genau diese kleinen momente von widerstand haben für mich die geschichte getragen. ich fand auch spannend das die natur hier nicht nur hintergrund ist sondern eigentlich der ausgangspunkt für alles was schiefläuft. dadurch wirkt das buch weniger wie reine dystopie und mehr wie eine warnung die sich ziemlich nah an unserer realität bewegt. bei mir ist vor allem dieses beklemmende gefühl hängen geblieben das etwas so kleines wie das verschwinden von bienen eine ganze gesellschaft ins wanken bringen kann. würde ich eher denen empfehlen die dystopien mögen die nicht nur action liefern sondern eher diese leise aber konstante unruhe erzeugen und einen beim lesen nicht ganz loslassen..