Eine erschreckend realistische Zukunftsvision
Wenn Bienen schweigen von Caryl Lewis ist eine Dystopie, die mich vor allem deshalb so bewegt hat, weil sie erschreckend realistisch wirkt. Anders als viele Zukunftsvisionen fühlt sich das hier Beschriebene gar nicht so weit entfernt an – und genau das macht das Buch so eindringlich.
Die Geschichte spielt in einer Welt, in der die Bienen ausgestorben sind. Um überhaupt noch Obst und andere Pflanzen bestäuben zu können, werden Mädchen in Lager gebracht und müssen diese Arbeit mit kleinen Pinseln übernehmen. Gleichzeitig werden sie ihrer Freiheit beraubt und später zwangsverheiratet. Im Mittelpunkt steht Jess, die sich – geprägt durch die Geschichten ihrer Mutter – nicht damit abfinden möchte, dass dieses Leben alternativlos sein soll.
Besonders gefallen hat mir die ruhige, aber sehr eindringliche Erzählweise. Die Autorin verzichtet auf permanente Action und setzt stattdessen auf Atmosphäre und die schleichende Erkenntnis, wie sehr sich diese Gesellschaft verändert hat. Gerade dadurch wirkt die Geschichte unglaublich beklemmend. Jess war für mich eine starke und sympathische Protagonistin, deren Mut und Kreativität mich immer wieder beeindruckt haben.
Das Thema selbst ist aktueller, als viele vermutlich denken. Das weltweite Bienensterben ist längst Realität. Dabei sind es nicht nur Pestizide oder Krankheiten, die den Tieren zusetzen – auch ihre Lebensräume werden immer kleiner. Wildblumenwiesen, die Nahrung und Schutz bieten, gibt es viel zu selten, und viele Bienenvölker leben heute unter Bedingungen, die mit ihrem natürlichen Lebensraum nur noch wenig gemeinsam haben. Genau deshalb regt dieses Buch zum Nachdenken an und macht deutlich, wie abhängig wir Menschen von diesen kleinen Tieren eigentlich sind.
Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und die Kapitel haben eine gute Länge, sodass ich schnell durch die Geschichte gekommen bin. Lediglich zum Ende hin hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Einige Entwicklungen gingen mir etwas zu schnell und ich hätte gerne noch mehr darüber erfahren, wie es nach den Ereignissen weitergeht. Hier hätte das Buch für mich durchaus noch ein paar Seiten mehr vertragen können.
Fazit:
Wenn Bienen schweigen ist weit mehr als eine klassische Jugenddystopie. Es ist ein nachdenklich stimmender Roman über Umwelt, Freiheit, Menschlichkeit und den Mut, sich gegen Ungerechtigkeit zu stellen. Gerade weil das zugrunde liegende Thema erschreckend realistisch ist, wird mich dieses Buch noch lange beschäftigen.
Die Geschichte spielt in einer Welt, in der die Bienen ausgestorben sind. Um überhaupt noch Obst und andere Pflanzen bestäuben zu können, werden Mädchen in Lager gebracht und müssen diese Arbeit mit kleinen Pinseln übernehmen. Gleichzeitig werden sie ihrer Freiheit beraubt und später zwangsverheiratet. Im Mittelpunkt steht Jess, die sich – geprägt durch die Geschichten ihrer Mutter – nicht damit abfinden möchte, dass dieses Leben alternativlos sein soll.
Besonders gefallen hat mir die ruhige, aber sehr eindringliche Erzählweise. Die Autorin verzichtet auf permanente Action und setzt stattdessen auf Atmosphäre und die schleichende Erkenntnis, wie sehr sich diese Gesellschaft verändert hat. Gerade dadurch wirkt die Geschichte unglaublich beklemmend. Jess war für mich eine starke und sympathische Protagonistin, deren Mut und Kreativität mich immer wieder beeindruckt haben.
Das Thema selbst ist aktueller, als viele vermutlich denken. Das weltweite Bienensterben ist längst Realität. Dabei sind es nicht nur Pestizide oder Krankheiten, die den Tieren zusetzen – auch ihre Lebensräume werden immer kleiner. Wildblumenwiesen, die Nahrung und Schutz bieten, gibt es viel zu selten, und viele Bienenvölker leben heute unter Bedingungen, die mit ihrem natürlichen Lebensraum nur noch wenig gemeinsam haben. Genau deshalb regt dieses Buch zum Nachdenken an und macht deutlich, wie abhängig wir Menschen von diesen kleinen Tieren eigentlich sind.
Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und die Kapitel haben eine gute Länge, sodass ich schnell durch die Geschichte gekommen bin. Lediglich zum Ende hin hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Einige Entwicklungen gingen mir etwas zu schnell und ich hätte gerne noch mehr darüber erfahren, wie es nach den Ereignissen weitergeht. Hier hätte das Buch für mich durchaus noch ein paar Seiten mehr vertragen können.
Fazit:
Wenn Bienen schweigen ist weit mehr als eine klassische Jugenddystopie. Es ist ein nachdenklich stimmender Roman über Umwelt, Freiheit, Menschlichkeit und den Mut, sich gegen Ungerechtigkeit zu stellen. Gerade weil das zugrunde liegende Thema erschreckend realistisch ist, wird mich dieses Buch noch lange beschäftigen.