Eine nicht so ferne Zukunft?

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
amerdale Avatar

Von

In einer möglicherweise nicht allzu fernen Zukunft sind die Bienen bzw. alle Bestäubungs-Insekten ausgestorben und als Folge der dadurch in Bewegung gesetzten Kettenreaktion die Zivilisation zusammengebrochen. Die Bestäubung erfolgt nun durch jungen Mädchen, welche in Arbeitslagern gezwungen werden Blüten per Hand zu bestäuben. Eine von ihnen ist Jess, aber sie kann sich nicht mit diesem Schicksal abfinden.

Jess ist eine gute Protagonistin, die Identifikation mit ihr fällt dem Leser leicht. Die Handlung ist überraschend ruhig und über große Strecken auch ohne Drama, aber trotzdem fesselnd. Jess' eintöniges Leben im Xamp wird eindrucksvoll dargestellt.

Etwas schade fand ich, dass es sehr wenig World-building über das Camp hinaus gab. Ich hätte gern mehr über andere Bereiche erfahren. Wie leben Jungs in Jess' Alter? Wie die Ehepaare - und was passiert mit kinderlosen Paaren? Wer entscheidet, wer Aufseherin im Camp wird? Wie sieht das Leben in anderen Regionen aus?

Und das Ende war mir zu offen. Ich hätte hier gern erfahren, ob alle das finden, was sie suchen.

Ein Buch, dass mich sehr nachdenklich zurückgelassen hat und gleichzeitig ein dtinglicher Appell um eine solche Zukunft zu verhindern.