Erschreckend lebensnahe Dystopie voller Poesie und Naturliebe

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quilla3 Avatar

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Dieses Buch hat mich sehr berührt. Es widmet sich auf anmutige und zugleich packende Art und Weise der Frage, wie unsere Welt aussehen würde, wenn die Bienen tatsächlich ausgestorben sind.

Mich hat diese leise und doch so starke Geschichte sehr beeindruckt und ich habe sie an einem Tag durchgelesen. Besonders begeistert hat mich die Mischung aus düsterer Dystopie, poetischer Sprache und ganz viel Liebe für die Natur, die Kunst und die kleinen Dinge des Lebens.

Jess ist eine sympathische und starke Protagonistin, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Auch die anderen Charaktere sind mit liebevollem Blick gezeichnet. Die hauptsächliche Storyline bezieht sich auf das streng geregelte und unmenschliche Leben im Camp und besitzt einen angenehmen Spannungsbogen, der dazu geführt hat, dass ich immer weiter lesen wollte.

Die kleinen Einblicke in die "frühere" Welt, also unsere heutige Zeit, fand ich berührend und sie haben mich wieder demütig gemacht im Hinblick auf unser heutiges Leben und die Wunder der Natur. Schön fand ich auch, dass Kunst und Kreativität eine große Rolle gespielt haben.

Die biologischen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe blieben dagegen eher blass. Das habe ich zunächst etwas bedauert, allerdings hat mir das eindrückliche Nachwort dann das geliefert, was mir gefehlt hat.

Die Autorin, übrigens auch Imkerin, schreibt selbst, dass ihr Buch zugleich eine Liebeserklärung an die Schönheit der Natur und ein Weckruf sein soll. Das ist ihr meiner Meinung nach hervorragend gelungen und auch wenn es als Jugendbuch geführt wird, dürfte dieses Werk ebenso Erwachsene zum Nachdenken anregen. Eine ganz klare Empfehlung von mir!

"Fantasie ist die einzige Waffe im Krieg gegen der Realität." (Vorwort)

PS: Ich würde raten, den Klappentext vorher nicht zu lesen (lieber die Leseprobe), um sich nicht zu sehr zu spoilern.