Erschreckend reale Dystopie

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kokoloreslot Avatar

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Eine erschreckend reale dystopische Welt zeichnet das neue Bienenbuch von Caryl Lewis, das dem Aussterben von Bienen geschuldet ist. Diese beängstigende Stimmung einer leider nicht allzu unmöglichen Zukunftsvision einer auseinanderbrechenden Gesellschaft macht das Buch so spannend. Es geht um Menschlichkeit, Würde, Träume, Freundschaft und Zusammenhalt.
Mittendrin ist Jess, die die Natur liebt und sie doch gar nicht kennt. Jess, die mehr vom Leben will, als das, was man ihr aufzwingt. Ihre junge Perspektive macht es sehr eindringlich und lässt mich schätzen, was ich für selbstverständlich halte und ihr versagt bleibt.

Es ist toll geschrieben – einfach, aber kraftvoll. Der Roman ist für Jugendliche zugänglich und thematisiert nicht nur ökologische Katastrophen, sondern auch gesellschaftliche Strukturen, die junge Mädchen in extreme Abhängigkeit und Ausbeutung drängen.

Der dichte, fast dystopisch-melancholische Ton, der die Hoffnungslosigkeit der Welt einfängt, ist beängstigend gut getroffen. Doch es sind die Momente der Hoffnung und des Widerstands, die nachhaltig in Erinnerung bleiben. Mich hat der Roman sofort gepackt – seine nachdenkliche Intensität lässt einen nicht mehr los. Ich hätte ihn am liebsten mit anderen gelesen, um darüber ins Gespräch zu kommen. Daher könnte ich ihn mir gut als Schullektüre vorstellen. Ein wirklich lesenswertes Buch.