Feministische Dystopie - Vergleichbar mit "Der Report der Magd"

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teegeschirr Avatar

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Bevor ich mit dem Buch "Wenn die Bienen schweigen" von Caryl Lewis begonnen habe, hatte ich die Sorge, dass es ein Abklatsch von "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde sein wird. Aber weit gefehlt! Das Buch geht mehr in die Richtung von "Der Report der Magd" von Margaret Atwood. Nebenbei finde ich den Originaltitel "The Danger of Small Things" ansprechender als den der deutschen Ausgabe.

Aber jetzt zum Buch: ich war positiv überrascht. Die Geschichte spielt sich in einer Dystopie ab, in der junge Mädchen und Frauen so behandelt werden wie Nutztiere. In jungen Jahren müssen sie händisch Blüten bestäuben, sobald sie menstruieren werden sie an genetisch passende Partner zwangsverheiratet und dienen als Gebärmaschine.

Zum Glück finden sich aber nicht alle Mädchen damit ab, dass das ihr Leben sein soll. Und so wird aus einem Funken ein gewaltiges Feuer das das ganze System zum Kollaps bringt. Und diesen Kollaps haben wir der Protagonistin Jess zu verdanken.

Der Schreibstil von Caryl Lewis regt sehr die Fantasie an, es ist alles so detailliert beschrieben, dass man sich die einzelnen Szenen gut vorstellen kann. Zudem finde ich die länge der Kapitel sehr angenehm, es verleiht dem Buch eine gute Struktur.

Da ich dank LovelyBooks ein Rezensionsexemplar erhalten habe, konnte ich mir diese Meinung bilden. Und nach der Lektüre, würde ich mir dieses Buch auch selbst kaufen. Es ist feministisch und regt zum Denken an, denn so weit hergeholt ist das alles leider nicht. Hier werden wichtige Themen wie Umweltschutz, Klima und Feminismus in einem äußerst spannenden Rahmen behandelt.