Fesselnde Dystopie

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westeraccum Avatar

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Das Buch wird als Jugendbuch beworben, ist aber auch für Erwachsene fesselnd und gut lesbar.
Wie alle jungen Mädchen kommt auch Jess mit zwölf Jahren in ein Camp, getrennt von ihrer Mutter, und muss dort Bäume aller Art mit einem Pinsel bestäuben. Das ist notwendig, da die Bienen ausgestorben sind und man ohne die Bestäubung keine Früchte ernten könnte. Das Leben im Camp ist schwierig, harte Arbeit und wenig Essen prägen das Leben, dazu kommt das Mobbing der Mädchen untereinander.
Jess freundet sich mit Cass an, beide können sich austauschen und sich gegenseitig Halt geben.
Als Jess den Bewacher Eliot kennenlernt, eröffnen sich plötzlich Wege, von denen sie vorher nur träumen konnte, denn auch Eliot steht dem Regime kritisch gegenüber.
Das Buch ist so spannend, dass ich es fast in einem Rutsch durchgelesen hätte. Obwohl das Schicksal der Mädchen hart ist, klammern sie sich doch immer wieder an jedes Fitzelchen Hoffnung, jede auf ihre Weise.
Man merkt, dass die Autorin dieses Buch mit viel Herzblut geschrieben hat, vor allem, was die Aspekte des Umweltschutzes angeht. Seit Jahrzehnten wissen wir, dass wir alle unser Verhalten ändern müssen, um die Erde und damit unsere Lebensgrundlagen zu schützen, aber Gleichgültigkeit und Profitgier verhindern es, die Richtung zu ändern. In diesem Buch werden die Konsequenzen unseres Handelns deutlich und die sind erschreckend.
Man wünscht diesem Buch viele Leserinnen und Leser, es sollte auf jeder Bestsellerliste auftauchen. Und es ist ein perfektes Skript für einen aufwühlenden Film!