Krasse Dystopie
Die letzte Biene starb vor einigen Jahrzehnten und danach blieben die Ernten aus, viele Blütenpflanzen verschwanden für immer und schnell zerbrach jede Illusion von Stabilität. Hungersnöte verwüsteten die Welt, Staaten zerfielen und machten Platz für streng kontrollierte Militärregime.
In Klaras Welt leben Mädchen ab ihrem elften Lebensjahr in Lagern - ihr wichtigstes Werkzeug ist ein Pinsel. Blüte für Blüte bestäuben sie von Hand täglich viele Stunden und übernehmen die Arbeit, die einst Milliarden Bienen verrichteten. Sobald Mädchen aber gebärfähig sind, werden sie genetisch mit einem Mann gematched. Sie bekommen Kinder, ziehen sie einige Jahre groß – und gelten danach als nutzlos.
Dieses Buch ist ein unglaubliches Schreckensszenario. Nicht nur wegen des Hungers oder des ökologischen Kollapses, sondern noch mal mehr weil es zeigt, wie erschreckend verlässlich patriarchale Machtstrukturen funktionieren. Selbst wenn die Welt untergeht, bleibt eines offenbar bestehen: Frauen und Kinder sind Ressourcen. Ihre Körper werden verwaltet, ihre Arbeit ausgebeutet, ihr Wert an ihrer Nützlichkeit bemessen.
Ich war beim Lesen immer wieder so sooo wütend. Hsb so eine tiefe, ohnmächtige Wut gefühlt, wie plausibel sich all das liest. Das eigentlich Verstörende ist nicht die Dystopie. Verstörend ist, dass dieses System keine monströse Ausnahme wirkt, sondern wie die konsequente Zuspitzung historischer und gegenwärtiger patriarchaler Verhältnisse.
Genau darin liegt die Wucht dieses Romans. Er erzählt nicht einfach von einer Welt ohne Bienen. Er fragt, was von einer Gesellschaft übrig bleibt, wenn alles zusammenbricht – und wer den Preis dafür bezahlt. Die Antwort ist erschreckend vertraut. Und gerade deshalb lässt einen dieses Buch lange nach der letzten Seite nicht mehr los. Lest es!!!!
In Klaras Welt leben Mädchen ab ihrem elften Lebensjahr in Lagern - ihr wichtigstes Werkzeug ist ein Pinsel. Blüte für Blüte bestäuben sie von Hand täglich viele Stunden und übernehmen die Arbeit, die einst Milliarden Bienen verrichteten. Sobald Mädchen aber gebärfähig sind, werden sie genetisch mit einem Mann gematched. Sie bekommen Kinder, ziehen sie einige Jahre groß – und gelten danach als nutzlos.
Dieses Buch ist ein unglaubliches Schreckensszenario. Nicht nur wegen des Hungers oder des ökologischen Kollapses, sondern noch mal mehr weil es zeigt, wie erschreckend verlässlich patriarchale Machtstrukturen funktionieren. Selbst wenn die Welt untergeht, bleibt eines offenbar bestehen: Frauen und Kinder sind Ressourcen. Ihre Körper werden verwaltet, ihre Arbeit ausgebeutet, ihr Wert an ihrer Nützlichkeit bemessen.
Ich war beim Lesen immer wieder so sooo wütend. Hsb so eine tiefe, ohnmächtige Wut gefühlt, wie plausibel sich all das liest. Das eigentlich Verstörende ist nicht die Dystopie. Verstörend ist, dass dieses System keine monströse Ausnahme wirkt, sondern wie die konsequente Zuspitzung historischer und gegenwärtiger patriarchaler Verhältnisse.
Genau darin liegt die Wucht dieses Romans. Er erzählt nicht einfach von einer Welt ohne Bienen. Er fragt, was von einer Gesellschaft übrig bleibt, wenn alles zusammenbricht – und wer den Preis dafür bezahlt. Die Antwort ist erschreckend vertraut. Und gerade deshalb lässt einen dieses Buch lange nach der letzten Seite nicht mehr los. Lest es!!!!