Regt zum Nachdenken an

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Der dystopische Roman „Wenn die Bienen schweigen“ von Caryl Lewis umfasst 300 Seiten, die sich auf 42 unterschiedlich lange Kapitel verteilen.
Die Geschichte spielt in einer erschreckenden Zukunft, in der die Bienen ausgestorben sind und sich dadurch das Leben der Menschen grundlegend verändert hat. Schon diese Idee wirkt erschreckend realistisch und regt zum Nachdenken über Umwelt- und Naturschutz an.
Das Buchcover passt hervorragend zum Inhalt des Buches.
Die Hauptprotagonistin Jess ist ein mutiges und kluges Mädchen, das sich nicht mit den ungerechten Regeln ihrer Welt abfinden möchte. Gemeinsam mit ihrer Freundin Cass entwickelt sie den Wunsch nach Freiheit und beginnt, das bestehende System zu hinterfragen. Jess ist eine sympathische Figur, mit der man schnell mitfühlt und deren Entwicklung im Laufe der Handlung glaubwürdig dargestellt wird.

Die Handlung spielt hauptsächlich in einem streng überwachten Bestäubungslager sowie in einer zerstörten und von Kontrolle geprägten Welt. Die bedrückende Atmosphäre wird sehr anschaulich beschrieben und sorgt dafür, dass man sich die Schauplätze gut vorstellen kann. Gleichzeitig baut die Autorin immer wieder Spannung auf, sodass man wissen möchte, wie Jess und ihre Freundinnen mit den gefährlichen Situationen umgehen. Besonders im letzten Drittel nimmt die Spannung deutlich zu, ohne dabei zu viel vorhersehbar zu sein.

Der Schreibstil von Caryl Lewis ist flüssig, bildhaft und leicht verständlich. Die Kapitel sind meist recht kurz, wodurch sich das Buch schnell lesen lässt. Trotz der einfachen Sprache vermittelt die Autorin viele Gefühle und wichtige Botschaften über Freiheit, Mut, Freundschaft und den Schutz der Natur. Die Geschichte wirkt dadurch sowohl spannend als auch emotional.
Insgesamt ist „Wenn die Bienen schweigen“ ein eindrucksvoller dystopischer Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt.
Fazit : Wer spannende Zukunftsgeschichten mit starken Figuren und einer wichtigen Botschaft mag, dem kann ich dieses Buch empfehlen. Besonders Jugendlichen ab etwa 14 Jahren bietet der Roman eine fesselnde und zugleich erschreckend glaubwürdige Zukunftsvision. Aber auch für Erwachsene eine spannende Lektüre.