spannende Jugend Dystopie

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moewe Avatar

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Eine Dystopie in einer Welt, die uns vielleicht mal irgendwann mal wirklich bevorsteht. Lesen kann (fast) niemand mehr, die Kinder ziehen mit circa 11 Jahren von daheim aus und leben als Soldaten oder in Camps um die fehlenden Bienen bei der Bestäubung der Bäume zu ersetzen. Eines von diesen Mädchen ist Jess. Sie arbeitet hart mit den anderen Mädchen und hat dabei immer noch die Geschichten ihrer Mutter im Kopf. Als sie eines Tages an Farben kommt, ändert sich auf einmal die Stimmung im gesamten Camp.

Die Autorin schreibt sehr anschaulich und angenehm für jugendliche Lesende. Die vielen Kapitel ermöglichen das Buch jederzeit mal aus der Hand legen zu können und zugleich ist die Geschichte so spannend, dass man sich denkt, ein Kapitel geht schon noch.
Das Thema ist brandaktuell und geht jeden etwas an. Was Maja Lunde in: "Die Geschichte der Bienen" für Erwachsene eindrücklich beschrieben hat, wurde hier exzellent für das jüngere Publikum aufbereitet.
Die Szenen beim Bestäuben machen nachdenklich und auch die Herstellung der Pinsel wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.

Stellenweise fand ich die Geschichte leider nicht ganz logisch aufgebaut (wer schafft es in 15 Minuten ein großes, detailliertes Wandbild zu malen?). Im Großen und Ganzen habe ich das Buch aber sehr gerne gelesen und kann es definitiv weiter empfehlen.
Vorstellen könnte ich es mir sogar als Schullektüre, die nicht nur um des Lesens willens gelesen wird, sondern die zum einen Spaß macht und zum anderen bestimmt zum Nachdenken anregt.