Vorherbestimmtes Leben statt Freiheit und Bienensummen

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Eine Welt, in der ein Pinsel zum Überleben statt zum Malen und Geschichtenerzählen gedacht ist. In dieser traurigen Welt lebt Jess. Die ersten Seiten haben mich gleich fesseln können und eine Welt aufgezeigt, welche man lieber nie erfahren möchte. Eine längst geschehene stille Tragödie, die Jess ganzes Leben bestimmt und auf welches sie keinen Einfluss hat. Oder könnte sie an ihrem Schicksal etwas ändern? Vielleicht sogar zuliebe ihrer Freundin Cass?

Das Buch zeigt eine dystopische Welt auf, in der Mädchen keinerlei Mitspracherecht an ihrem Leben erhalten. Es zeigt, wie ein Funke Hoffnung Träume zum Leben erwecken kann. Die Feundschaft, die Jess und Cass teilen ist stark und etwas besonderes in dem tristen Camp, wo sich unter den Mädchen dauernd Gruppen bilden. Die Geschichte regt zum Nachdenken an, wie man auf die kleinen Wunder im Leben blickt. Besonders die Charaktere und die zwischenmenschlichen Beziehungen wurden gut dargestellt. Jeder Charakter hat seine eigenen Entscheidungen getroffen, um an diesem Ort bestehen zu können. Themen wie Selbstbestimmung, Freiheit und Träume nehmen eine große Rolle in der Geschichte ein. Doch es braucht einen guten Zusammenhalt und Vertrauen, um der Wahrheit begegnen zu können, die hinter dem System steckt. Das Buch hallt noch lange nach und passt gut in das Genre Jugendbuch, da die aufgegriffenen Themen in einem angemessenen und nicht zu düsteren Rahmen dargestellt werden.