Wenn die Bienen schweigen stirbt die Freiheit
Was passiert, wenn die Klimakrise irgendwann so weit fortgeschritten ist, dass es keine Insekten mehr gibt? Wenn plötzlich niemand mehr da ist, der die Bäume bestäubt? Und was passiert, wenn daraus eine Gesellschaft entsteht, in der Jungs an Waffen ausgebildet werden und Mädchen dazu gezwungen werden, die Bestäubung der Bäume zu übernehmen?
Genau diese Welt zeigt Carol Lewis in „Wenn die Bienen schweigen“. Das Buch ist als Jugendbuch sehr flüssig zu lesen, und obwohl es auch nicht besonders dick ist, hat es eine erstaunliche Tiefe: Es steckt voller kluger, intelligenter Passagen und Denkanstöße, die noch lange nachwirken.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Jess erzählt. Ihre Mutter hat ihr neben Lesen und Schreiben vor allem eines beigebracht: selbstständig zu denken. Und genau das wird für Jess in dieser Gesellschaft zu etwas ziemlich Gefährlichem. Die Mädchen werden in Camps untergebracht, müssen alle täglich die Arbeit der Bienen ersetzen und werden mit ihrem genetischen Match verheiratet, sobald sie ihre erste Periode bekommen.
Doch wo Unterdrückung herrscht, keimt auch Hoffnung. Jess findet einen überraschenden Verbündeten in einem jungen Wärter, der ihr heimlich Farben ins Camp schmuggelt. Mit diesen malt sie ein besonderes Bild an die Camp-Mauer. Und plötzlich stellt sich die Frage: Kann ein Bild wirklich etwas verändern? Kann aus so einer kleinen Aktion eine Rebellion entstehen?
Das Ende hat mir gut gefallen, weil es zwar einen Abschluss gibt, aber trotzdem noch einiges offenbleibt. Es fühlt sich nicht so an, als wäre damit plötzlich alles gelöst – vielmehr bleibt man mit einigen Fragen zurück und kann sich selbst überlegen, wie es für Jess und die anderen weitergehen könnte. Für diese Geschichte fand ich das sehr passend, weil die Welt, in der sie leben, schließlich auch nicht einfach von heute auf morgen wieder in Ordnung gebracht werden kann.
Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, denn so unwahrscheinlich, wie die Geschichte zunächst klingt, ist sie vielleicht gar nicht. Schließlich gibt es im Südwesten Chinas bereits Regionen, in denen Obstbäume von Menschen von Hand bestäubt werden müssen, weil es dort zu wenige natürliche Bestäuber gibt. Und da fragt man sich beim Lesen schon: Wie weit sind wir eigentlich von einer solchen Zukunft entfernt?
Das Buch bekommt auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung von mir!
Genau diese Welt zeigt Carol Lewis in „Wenn die Bienen schweigen“. Das Buch ist als Jugendbuch sehr flüssig zu lesen, und obwohl es auch nicht besonders dick ist, hat es eine erstaunliche Tiefe: Es steckt voller kluger, intelligenter Passagen und Denkanstöße, die noch lange nachwirken.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Jess erzählt. Ihre Mutter hat ihr neben Lesen und Schreiben vor allem eines beigebracht: selbstständig zu denken. Und genau das wird für Jess in dieser Gesellschaft zu etwas ziemlich Gefährlichem. Die Mädchen werden in Camps untergebracht, müssen alle täglich die Arbeit der Bienen ersetzen und werden mit ihrem genetischen Match verheiratet, sobald sie ihre erste Periode bekommen.
Doch wo Unterdrückung herrscht, keimt auch Hoffnung. Jess findet einen überraschenden Verbündeten in einem jungen Wärter, der ihr heimlich Farben ins Camp schmuggelt. Mit diesen malt sie ein besonderes Bild an die Camp-Mauer. Und plötzlich stellt sich die Frage: Kann ein Bild wirklich etwas verändern? Kann aus so einer kleinen Aktion eine Rebellion entstehen?
Das Ende hat mir gut gefallen, weil es zwar einen Abschluss gibt, aber trotzdem noch einiges offenbleibt. Es fühlt sich nicht so an, als wäre damit plötzlich alles gelöst – vielmehr bleibt man mit einigen Fragen zurück und kann sich selbst überlegen, wie es für Jess und die anderen weitergehen könnte. Für diese Geschichte fand ich das sehr passend, weil die Welt, in der sie leben, schließlich auch nicht einfach von heute auf morgen wieder in Ordnung gebracht werden kann.
Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, denn so unwahrscheinlich, wie die Geschichte zunächst klingt, ist sie vielleicht gar nicht. Schließlich gibt es im Südwesten Chinas bereits Regionen, in denen Obstbäume von Menschen von Hand bestäubt werden müssen, weil es dort zu wenige natürliche Bestäuber gibt. Und da fragt man sich beim Lesen schon: Wie weit sind wir eigentlich von einer solchen Zukunft entfernt?
Das Buch bekommt auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung von mir!