Wie sieht eine Welt ohne Bienen aus?

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„Wenn die Bienen schweigen“ von Caryl Lewis ist ein Jugendromander eine düstere Zukunftsprognose behandelt.
Die Ausgangsposition hier ist, dass alle Bienen, die es auf der Welt gab, ausgestorben sind.

Die Protagonistin Jess lebt in einer Zukunft, in der Mädchen im jungen Alter von 11 Jahren in ein Camp eingezogen werden, in welchem sie Obstbäume mit kleinen Pinseln per Hand bestäuben müssen. Sobald sie ihre Periode bekommen, müssen die Mädchen einen für sie ausgewählten Jungen heiraten und sollen Kinder bekommen.
Jess weiß durch ihre Mutter und einer Freundin ihrer Familie, wie die Welt vor dem Bienensterben aussah. Und dadurch hegt sie einen Traum von einem Leben in Freiheit. Durch ihre rebellische Art, schafft sie es auch andere Mädchen des Camps auf ihre Seite zu ziehen.

„Wenn die Bienen schweigen“ ist eine Dystopie, die einem ein mulmiges Gefühl gibt. Schon oft habe ich gelesen, dass das Sterben der Bienen katastrophale Auswirkungen auf die Erde und die Menschheit haben soll.
Und daher fand ich das Buch so interessant, weil es ein mögliches Szenario zeigen könnte. Allerdings hat man beim Lesen das Gefühl, dass diese Realität so abwegig ist und man vergisst leicht, dass die Geschichte ja quasi in unserer Zeit bzw. in unserer Zukunft liegt. Es wirkt, als wäre die Zeit stehen geblieben.
Aber ich fand es toll, dass die Protagonistin sich nicht mit ihrem Schicksal abgefunden hat und aktiv für ihre Freiheit kämpft.

Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Man konnte sich alles super vorstellen. Und die Autorin hat es geschafft, dass ich während des Lesens ein sehr bedrückendes und mulmiges Gefühl hatte. Aber gleichzeitig hat es mich auch wahnsinnig nachdenklich gemacht.

Die Kapitel sind nicht zu lang und ich hatte das Buch ziemlich flott durch.

Ich kann dieses Buch nicht nur für Jugendliche sondern auch Erwachsenen empfehlen.