aussen hui, innen naja
"West of Wicked" ist ein düsteres Retelling von "Der Zauberer von Oz" und startet mit einer spannenden Grundidee. Dorothy lebt ein trostloses Leben in Kansas und hat das Gefühl, nirgendwo wirklich dazuzugehören. Als ein Wirbelsturm sie nach Oz bringt, beginnt für sie eine gefährliche Reise voller Magie, Geheimnisse und dunkler Figuren.
Dorothy blieb für mich über weite Strecken schwer greifbar. Einerseits soll sie mutig und entschlossen wirken, andererseits handelt sie oft sehr naiv und hinterfragt kaum etwas, obwohl sie sich in einer gefährlichen Welt befindet.
Auch die anderen Figuren hatten interessante Ansätze, wurden aber für meinen Geschmack viel zu oberflächlich ausgearbeitet. Besonders die Beziehungen zwischen den Charakteren wirkten oft eher konstruiert als wirklich emotional.
Der Mittelteil war für mich eindeutig die grösste Schwäche des Buches. Die Handlung zieht sich teilweise extrem und dreht sich gefühlt immer wieder im Kreis, ohne wirklich voranzukommen. Viele Szenen wirkten wie Füllmaterial oder wurden künstlich gestreckt. Erst gegen Ende nimmt die Geschichte wieder etwas Fahrt auf, auch wenn viele Wendungen recht vorhersehbar bleiben.
Am meisten überzeugen konnte mich tatsächlich das Setting. Die düstere Version von Oz hatte grosses Potenzial und einige Ideen rund um die Welt und ihre Figuren fand ich wirklich spannend.
Optisch ist das Buch mit Cover, wunderschöner Karte und Farbschnitt ein echter Augenschmaus.
Ich hatte deutlich mehr Dark Fantasy erwartet. Viele Szenen wirkten überraschend harmlos für ein düsteres Retelling für Erwachsene.
Die Liebesgeschichte konnte mich ebenfalls kaum überzeugen, weil vieles zu schnell ging und emotional oberflächlich blieb. Auch der Spice war für mich unpassend. Da beschlich mich das Gefühl, dass die Autorin dem aktuellen Trend folgen wollte.
Der Schreibstil von Nikki St. Crowe ist recht einfach gestrickt und lässt sich somit leicht und flüssig lesen, wodurch man schnell durch die Seiten kommt.
Gleichzeitig haben mich die vielen Perspektivwechsel und unterschiedlichen Erzählformen oft aus dem Lesefluss gerissen.
Fazit:
düster, schleppend, unausgereift
"West of Wicked" hatte für mich eine starke Grundidee, konnte das Potenzial aber leider nicht ausschöpfen. Das Setting und die Atmosphäre waren interessant, doch die Handlung verlor sich zu oft in Längen, oberflächlichen Figuren und vorhersehbaren Entwicklungen. Das Ende war zwar stärker als der Rest des Buches, konnte meine Kritikpunkte aber nicht komplett wettmachen. Für mich insgesamt ein eher durchschnittlicher Auftakt mit Luft nach oben.
(2.5 Sterne)
Dorothy blieb für mich über weite Strecken schwer greifbar. Einerseits soll sie mutig und entschlossen wirken, andererseits handelt sie oft sehr naiv und hinterfragt kaum etwas, obwohl sie sich in einer gefährlichen Welt befindet.
Auch die anderen Figuren hatten interessante Ansätze, wurden aber für meinen Geschmack viel zu oberflächlich ausgearbeitet. Besonders die Beziehungen zwischen den Charakteren wirkten oft eher konstruiert als wirklich emotional.
Der Mittelteil war für mich eindeutig die grösste Schwäche des Buches. Die Handlung zieht sich teilweise extrem und dreht sich gefühlt immer wieder im Kreis, ohne wirklich voranzukommen. Viele Szenen wirkten wie Füllmaterial oder wurden künstlich gestreckt. Erst gegen Ende nimmt die Geschichte wieder etwas Fahrt auf, auch wenn viele Wendungen recht vorhersehbar bleiben.
Am meisten überzeugen konnte mich tatsächlich das Setting. Die düstere Version von Oz hatte grosses Potenzial und einige Ideen rund um die Welt und ihre Figuren fand ich wirklich spannend.
Optisch ist das Buch mit Cover, wunderschöner Karte und Farbschnitt ein echter Augenschmaus.
Ich hatte deutlich mehr Dark Fantasy erwartet. Viele Szenen wirkten überraschend harmlos für ein düsteres Retelling für Erwachsene.
Die Liebesgeschichte konnte mich ebenfalls kaum überzeugen, weil vieles zu schnell ging und emotional oberflächlich blieb. Auch der Spice war für mich unpassend. Da beschlich mich das Gefühl, dass die Autorin dem aktuellen Trend folgen wollte.
Der Schreibstil von Nikki St. Crowe ist recht einfach gestrickt und lässt sich somit leicht und flüssig lesen, wodurch man schnell durch die Seiten kommt.
Gleichzeitig haben mich die vielen Perspektivwechsel und unterschiedlichen Erzählformen oft aus dem Lesefluss gerissen.
Fazit:
düster, schleppend, unausgereift
"West of Wicked" hatte für mich eine starke Grundidee, konnte das Potenzial aber leider nicht ausschöpfen. Das Setting und die Atmosphäre waren interessant, doch die Handlung verlor sich zu oft in Längen, oberflächlichen Figuren und vorhersehbaren Entwicklungen. Das Ende war zwar stärker als der Rest des Buches, konnte meine Kritikpunkte aber nicht komplett wettmachen. Für mich insgesamt ein eher durchschnittlicher Auftakt mit Luft nach oben.
(2.5 Sterne)