Düstere Fantasy-Geschichte als Retelling von Oz…

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Das Cover dieses Buches finde gelungen und passend zur Geschichte. Die Farbgebung gefällt mir sehr und zieht die Aufmerksamkeit auf sich.

Dorothy Gale weiß nicht, wie sie bei ihren Pflegeeltern gelandet ist, jedoch fühlt Em sich wie eine Mutter für sie an. Sie lebt ein ruhiges Leben, hat eine Romanze mit dem Nachbarsjungen und scheint manchmal nicht so richtig zu wissen, was genau sie will. Dann fegt plötzlich ein Wirbelsturm über sie hinweg und sie landet in einem Land, das in Schatten gehüllt ist. Für Dorothy ist schnell klar, sie will wieder nach Hause und macht sich auf den Weg, doch sie hat einige Herausforderungen zu meistern.

Dorothy ist eine junge Frau, die im Grunde ohne Identität lebt. Sie weiß nicht, wie sie bei ihren Pflegeeltern gelandet ist, aber sie fühlt sich wohl und geliebt. Mit dem Nachbarsjungen versteht sie sich auch gut, doch ihr scheint immer etwas zu fehlen. Und damit beginnt ihre große Reise. Dorothy strahlt trotz aller Aufregung immer eine gewisse Ruhe aus. Sie stellt sich mutig allen Aufgaben und überwindet alle Hindernisse. Mit Toto an ihrer Seite sind sie ein unschlagbares Team und ich mochte ihre Bindung.

Auch alle anderen Figuren fand ich interessant. Jede Figur hat eine eigene Motivation.

Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen. Es gibt einige Konflikte und ist insgesamt auch spannend. Stellenweise ist es aber sehr brutal. Natürlich ist es ein wenig vorhersehbar. Das war für mich aber so in Ordnung. Trotzdem habe ich leider aber ein paar Längen empfunden. Und auch der Liebesgeschichte fehlte es aus meiner Sicht an Tiefe. Die gewählten Themen fand ich interessant und gut bearbeitet und auch das Ende hat mir gut gefallen.

Der Schreibstil hat mir insgesamt gut gefallen. Alles liest sich recht angenehm und flüssig. Die Dialoge fand ich zum Teil etwas holprig, aber trotzdem unterhaltsam. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen fand ich gelungen. Man muss aber sagen, dass es schon recht düster und zum Teil bedrückend ist. Das Worldbuilding war okay, eben angelehnt an Oz. Mir persönlich war es für diese Geschichte etwas zu spicy, aber das ist nur mein persönlicher Geschmack. Die Darstellung der emotionalen Ebene war gut, jedoch hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Trotzdem hat es sich in jedem Fall gelohnt, diese Geschichte zu lesen.

Von mir erhält dieses Buch eine Kaufempfehlung (4/5 Sterne), weil mir die Geschichte gut gefallen hat und ich Dorothy in ihrer Art mochte. Und die Geschichte in diesem düsteren Setting ist auch nochmal eine neue Erfahrung.

Vielen Dank an Nikki St. Crowe und den Bramble Verlag für diese Geschichte.