Neuinterpretation von „Der Zauberer von Oz“

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
milla_bree Avatar

Von

Dorothy weiß kaum etwas über ihre Herkunft. Als Kind wurde sie nach einem Sturm bei Fremden zurückgelassen. Jahre später fühlt sie sich in ihrem grauen Leben gefangen und sucht verzweifelt nach ihrer wahren Identität. Nach einem Wirbelsturm landet sie in einem düsteren, verfluchten Land voller Gefahren. Um nach Hause zurückzukehren, muss sie einen Zauberer finden und einen gefährlichen Weg überstehen, auf dem Hexen und ein tödlicher Attentäter auf sie warten.

Ich war sehr gespannt auf das Buch und hatte ehrlich gesagt hohe Erwartungen, die leider nicht ganz erfüllt wurden.

Der Einstieg war okay, allerdings fand ich den Schreibstil ziemlich gewöhnungsbedürftig. Alles ging sehr schnell, gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass wenig passiert ist. Mit den Protagonisten wurde ich leider ebenfalls nicht richtig warm. Lediglich „Blechmann“ hat mein Interesse geweckt und mich dazu gebracht, weiterzulesen. Spannung war zwar vorhanden, hielt sich für mich aber eher in Grenzen. In der Mitte zog sich die Geschichte etwas, weshalb ich deutlich länger für das Buch gebraucht habe als gedacht.

Das Ende hat mir dagegen gut gefallen und konnte nochmal einiges herausholen. Tatsächlich überlege ich sogar, nach dem Erscheinen noch Teil 2 zu lesen, weil sich die Story inzwischen in eine Richtung entwickelt hat, die mir deutlich besser gefällt.

Ganz empfehlen kann ich das Buch trotzdem leider nicht. Wer aber gerne Neuinterpretationen von Märchen und ähnlichen Geschichten liest, könnte an „West of Wicked“ trotzdem Gefallen finden.