OZ wie du es noch nie gesehen hast

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mailinea Avatar

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ezensionsexemplar/Rezension
Oz, wie du es noch nie gesehen hast
In „West of Wicked“ beweist Nikola St. Crow erneut, warum sie die Königin der Dark Reimagings ist. Sie nimmt die Knochen der klassischen Oz-Erzählung und überzieht sie mit einer Schicht aus Schatten, Blut und verbotener Verlangsamung. Das Ergebnis ist eine Geschichte, die sich weniger wie ein Märchen und mehr wie ein Fiebertraum anfühlt im besten Sinne.

Doris & die Vogelscheuche: Eine Allianz der Dunkelheit
Die Chemie zwischen Doris und der Vogelscheuche ist von Anfang an elektrisierend. Er ist es, der sie vom Stamm rettet, ihre Wunden versorgt und sie durch eine Welt führt, die sie bei lebendigem Leibe verschlingen will. Man liebt jeden einzelnen Charakter dieser ungleichen Reisegruppe, doch die Bindung zwischen diesen beiden ist das, was den Leser atemlos macht.

Der ultimative Verrat: Das Geheimnis des Strohmanns
Das Highlight ist jedoch der Plottwist, den absolut niemand kommen sieht: Die Vogelscheuche ist der Zauberer.

„Der Mann ohne Gehirn war in Wahrheit der Mann, der alle Fäden in der Hand hielt.“

Diese Enthüllung macht die gesamte Reise rückwirkend noch spannender. Jede Berührung, jede verarztete Wunde und jedes Wort bekommt eine doppelte Bedeutung. St. Crow spielt meisterhaft mit der Frage: Kann man jemanden lieben, dessen gesamte Identität auf einer Lüge basiert?

„West of Wicked“ ist düster, spannend und emotional aufwühlend. Nikola St. Crow hat ein Talent dafür, die Helden unserer Kindheit in komplexe, moralisch graue Anti-Helden zu verwandeln. Ein absolutes Highlight für alle, die ihre Fantasy gerne mit einem Schuss Gefahr und einem massiven Plottwist mögen.