Starkes Oz Retelling mit kleinen Schwächen
„West of Wicked“ war für mich ein Buch mit richtig starken Ansätzen, das mich aber nicht komplett überzeugen konnte. Die düstere Neuinterpretation von Oz fand ich unglaublich spannend und atmosphärisch. Gerade am Anfang war ich sofort in der Geschichte drin. Nikki St. Crowe schafft es, diese bekannte Welt deutlich dunkler, gefährlicher und auch sinnlicher wirken zu lassen. Besonders die Mischung aus Dark Fantasy, Romantasy und den bekannten Oz Elementen hat mir gefallen. Dorothy wirkte hier deutlich erwachsener und gebrochener als in den klassischen Versionen, was gut zur Stimmung des Buches passt. Auch die morally grey Charaktere und die geheimnisvolle Atmosphäre konnten mich neugierig machen.
Der Schreibstil liest sich angenehm locker und flüssig, wodurch ich schnell durch die Seiten gekommen bin. Die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven fand ich ebenfalls gelungen, weil man dadurch mehr Einblicke in die Charaktere und ihre Motive bekommt. Einige Szenen waren wirklich spannend und hatten genau diese düstere Magie, die ich mir von einer Oz Retelling wünsche. Besonders die Idee, bekannte Figuren wie den Scarecrow oder den Tin Man neu zu interpretieren, mochte ich sehr.
Trotzdem hatte das Buch für mich leider einige Schwächen. Vor allem in der Mitte hat die Geschichte deutlich an Spannung verloren. Es gab Passagen, die sich gezogen haben und eher wie Vorbereitung auf die Fortsetzung wirkten, statt wirklich die Handlung voranzubringen. Teilweise fehlte mir auch etwas Tiefe bei den Charakteren und bei der Welt. Gerade weil das Setting so viel Potenzial hat, hätte ich mir noch mehr Hintergrundinformationen und emotionalen Aufbau gewünscht. Die Romance konnte mich ebenfalls nicht komplett abholen, weil manche Entwicklungen für mich etwas zu schnell kamen.
Insgesamt fand ich „West of Wicked“ unterhaltsam und atmosphärisch, aber nicht komplett rund. Wer Dark Romantasy, morally grey Charaktere und düstere Märchenretellings liebt, wird hier wahrscheinlich trotzdem Spaß haben. Für mich war es ein solider Auftakt mit starken Ideen, aber auch einigen Längen und verschenktem Potenzial.
3 von 5 Sternen. ⭐⭐⭐
Der Schreibstil liest sich angenehm locker und flüssig, wodurch ich schnell durch die Seiten gekommen bin. Die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven fand ich ebenfalls gelungen, weil man dadurch mehr Einblicke in die Charaktere und ihre Motive bekommt. Einige Szenen waren wirklich spannend und hatten genau diese düstere Magie, die ich mir von einer Oz Retelling wünsche. Besonders die Idee, bekannte Figuren wie den Scarecrow oder den Tin Man neu zu interpretieren, mochte ich sehr.
Trotzdem hatte das Buch für mich leider einige Schwächen. Vor allem in der Mitte hat die Geschichte deutlich an Spannung verloren. Es gab Passagen, die sich gezogen haben und eher wie Vorbereitung auf die Fortsetzung wirkten, statt wirklich die Handlung voranzubringen. Teilweise fehlte mir auch etwas Tiefe bei den Charakteren und bei der Welt. Gerade weil das Setting so viel Potenzial hat, hätte ich mir noch mehr Hintergrundinformationen und emotionalen Aufbau gewünscht. Die Romance konnte mich ebenfalls nicht komplett abholen, weil manche Entwicklungen für mich etwas zu schnell kamen.
Insgesamt fand ich „West of Wicked“ unterhaltsam und atmosphärisch, aber nicht komplett rund. Wer Dark Romantasy, morally grey Charaktere und düstere Märchenretellings liebt, wird hier wahrscheinlich trotzdem Spaß haben. Für mich war es ein solider Auftakt mit starken Ideen, aber auch einigen Längen und verschenktem Potenzial.
3 von 5 Sternen. ⭐⭐⭐