Persönliche Gefühlsstudie
Gefühle sind ein Schlüsselbegriff der Gegenwart. Täglich werden dazu neue Bücher veröffentlicht. Nun hat es auch einer meiner Lieblingsautoren Axel Hacke getan. Er nähert sich diesem komplexen Thema erst auf persönliche Weise und versucht dann die Jetztzeit in den Blick zu nehmen. Seine klugen Erkenntnisse und eigenen Erfahrungen lasen sich spannend und bestachen durch ihre Authentizität. Denn Hacke lässt in den Leser in diesem Buch tief in seine eigene Gefühlswelt blicken, die lange Zeit vom Schweigen und dem Nicht-Reden-Können über Gefühle geprägt gewesen ist. Was der Autor unter Emotionen im Allgemeinen sowie Wut, Angst, Dankbarkeit etc. im Speziellen versteht, erfährt der interessierte Leser, indem er sich durch konzise und ausufernde Kapitel kämpft. Und Hacke hat in seinem Buch oftmals überraschend viel zu sagen, gerade auch über die aktuelle Politik, und bindet dabei gern Zitate von Weltliteraten und Psychoanalytikern mit ein. Das las sich anfangs erhellend, aber mit der Zeit auch anstrengend. Im Vergleich dazu fand ich Hackes Vorgängerband über seinen Körper wesentlich angenehmer zu lesen. Die minimalistischen Cover seiner Bücher verfügen bei Fans über einen hohen Wiedererkennungswert. Dieses Mal dachte ich beim Blick aufs Buch sofort an weiße Wolken am hellblauen Himmel bzw. Sprechblasen. Doch irgendwie haben die Wolken die Form des Gehirns, wobei es sich um eine Anspielung auf den Gegensatz zwischen Denken und Fühlen handeln könnte?
FAZIT
Einfach ein Buch, das uns alle angeht. Für Hacke-Fans ein Must-read.
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Einfach ein Buch, das uns alle angeht. Für Hacke-Fans ein Must-read.