Zwischen Schulchaos und Geheimnissen: Ein herrlich warmherziges Abenteuer mit den Grauses

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karina86 Avatar

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Wir greifen immer wieder gern zu Büchern von Sabine Bohlmann, weil ihre Geschichten eine ganz besondere Wärme ausstrahlen. „Willkommen bei den Grauses. Der normale Schulwahnsinn“ wurde bei uns also schon mit großer Freude erwartet!

Die Familie Grause ist uns schon in den vorherigen Abenteuern ans Herz gewachsen. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte am besten vorne beginnen, um die Entwicklung der liebenswert-chaotischen Nachbarn richtig mitzuerleben. Dieses Mal wartet eine ganz besondere Prüfung auf die Grause-Kinder: der - möglichst unauffällige - Besuch einer ganz normalen Schule.

Gar nicht so einfach, wenn man in Wahrheit ein Werwölfchen, ein Dilldapp oder ein kleiner Geist ist. Zwischen Feueralarm, Pausenregeln und merkwürdigen Essensvorschriften stolpern sie von einer herrlich komischen Situation in die nächste. Wir haben beim Lesen oft laut gelacht, weil der Humor so wunderbar treffsicher und detailverliebt ist.

Neben all den lustigen Momenten spricht das Buch aber auch ernstere Themen an. Es geht um das Gefühl, anders zu sein, nicht dazuzugehören oder in der Schule schief angeschaut zu werden. Besonders Ottilie, die einzige „Menschenfreundin“ der Grauses, wächst einem dabei ans Herz. Ihre Unsicherheiten – etwa die Angst, vor anderen zu sprechen – dürften viele Kinder gut nachvollziehen können.

Die Geschichte vermittelt auf einfühlsame Weise, wie wichtig Freundschaft, Mut und Zusammenhalt sind. Sie zeigt, dass Anderssein nichts ist, wofür man sich verstecken muss. Wir können dieses Buch allen jungen Leserinnen und Lesern empfehlen – vor allem denen, die sich manchmal ein bisschen fehl am Platz fühlen. Mit den Grauses zu lachen und mitzufiebern tut einfach gut – und solche außergewöhnlichen Nachbarn wünscht man sich doch insgeheim wirklich.