Wenn die Wut auf meinem Kopf tanzt
1) Kurze Inhaltsbeschreibung
In „Wilma und der Wutknödel“ geht es um Wilma, die einen schlechten Tag hat. Dabei folgt eine unangenehme Situation auf die nächste und das, obwohl sie bereits verschlafen hat. Ihre schlechte Laune staut sich mit jeder Erfahrung mehr auf. Und plötzlich taucht ein Wutknödel in ihrem Zimmer auf.
Der Wutknödel möchte nun gerne nach Hause und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was gegen die Wut helfen kann.
2) Cover und Gestaltung
Das Cover des Hardcoverbuchs zeigt Wilma mit dem Wutknödel. Schon auf den ersten Blick erkennt man, dass Wilma schlechte Laune hat. Ihr Gesichtsausdruck, die Blitze und Sterne sowie die gesamte Gestaltung verdeutlichen ihre angespannte Stimmung.
Im Gegensatz dazu tanzt der Wutknödel fröhlich auf Wilmas Kopf. Dadurch entsteht ein schöner Kontrast zwischen Wilmas Wut und dem niedlichen, beinahe unbeschwerten Wesen des Wutknödels.
3) Illustrationen
Die Illustrationen sind niedlich und zugleich ausdrucksstark. Die Mimik der Figuren ist besonders gelungen und auch für kleine Kinder bereits sehr gut lesbar. Mir gefällt besonders, dass die Farbgestaltung im Buch nicht von einem dominanten Rot bestimmt wird, wie es bei anderen Büchern über Wut gestaltet wird. Die Farben sind ausgeglichen und sanft, sie bilden damit einen schönen Kontrast zu dem starken Gefühl, das Wilma durchlebt.
4) Thema und Umsetzung der Geschichte
Die Geschichte zeigt welche alltäglichen Situationen Wilma frustrieren und dazu führen, dass sich ihre Wut immer aufstaut. Dazu gehören zum Beispiel ein Streit mit der Freundin oder andere Erlebnisse, die Kinder aus ihrem eigenen Alltag kennen können. Das erleichtert ihnen den Zugang zu Wilmas Gefühlen.
Gleichzeitig werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, mit Wut umzugehen und sich selbst reguliert. Da Wilma nicht sofort weiß, wie sie dem Wutknödel nach Hause helfen kann, lädt es auch die Kinder dazu ein, auszuprobieren, was ihnen selbst guttut.
Besonders schön finde ich, dass die Wut nicht als etwas Schlechtes dargestellt wird, das verschwinden muss. Stattdessen bekommt sie eine niedliche Gestalt und wird dadurch greifbar.
5) Sprache und Schreibstil
Die Geschichte enthält pro Seite beziehungsweise Doppelseite relativ viel Text. Für Kinder, die beim Vorlesen weniger Geduld haben, könnte es stellenweise zu viel sein. Auch für jüngere 3-jährige dürfte die Geschichte möglicherweise noch zu lang sein.
Mein 6-jähriges Kind konnte der Handlung ohne Probleme folgen und war von Anfang bis Ende gefesselt.
6) Figuren
Wilma entspricht einem typischen Kind, was die Identifikation mit ihr sehr einfach macht. Ihre Gefühle werden durch die ausdrucksstarke Mimik und Gestik besonders verständlich dargestellt.
Der Wutknödel mit seinen bunten, lila Fäden ist ein niedliches Wesen, dem man gerne helfen möchte. Die Idee, Wut als kleine Figur sichtbar zu machen, ist kindgerecht und hilfreich. Sie kann Kindern dabei helfen, ihre eigenen Gefühle anzunehmen, über sie zu sprechen und sie besser zu verstehen.
7) Vorleseerfahrung und Reaktion des Kindes
Mein 6-jähriges Kind war von der Geschichte begeistert. Es fiel ihm leicht, der Handlung aufmerksam zuzuhören und zu folgen. Durch die Alltagsnähe ergaben sich während des Vorlesens viele Gespräche. Wir haben erkundet, ob mein Kind solche Erfahrungen auch schon gemacht hat und wie es damals mit seiner Wut umgegangen ist.
Auch die verschiedenen Strategien zur Selbstregulation waren ein guter Gesprächsanlass. Wir haben gemeinsam überlegt was meinem Kind hilft, wenn es wütend ist und ob es auch bei anderen schon beobachten konnte, wie diese mit ihrer Wut umgehen.
Mein Kind war sehr angetan vom niedlichen Wutknödel, den es sofort ins Herz geschlossen hat. Umso schöner ist es, dass sich auf der letzten Doppelseite eine Bastelanleitung befindet. So kann der Wutknödel nach dem Lesen selbst gestaltet und zum Begleiter im Alltag werden.
Inzwischen haben wir das Buch bereits mehrfach gelesen, erst als Leihexemplar aus der Bücherei und nach dem dritten Ausleihen dann als gekauftes Buch im eigenen Bücherregal.
8) Fazit und Empfehlung
Uns hat „Wilma und der Wutknödel“ sehr gut gefallen. Besonders überzeugend finde ich, dass nicht nur gezeigt wird, wie Wut aussieht und sich anfühlen kann, sondern auch Wege aufzeigt, wie man sich selbst reguliert. Die farbenfrohen, sanften Illustrationen gefallen mir ebenfalls sehr. Trotz des Themas wird die Gestaltung nicht von wütendem Rot dominiert. Stattdessen sorgen die vielfältigen Farben für eine warme und freundliche Atmosphäre. Nicht nur ich, sondern auch mein Kind ist von der Geschichte begeistert. Viele der beschriebenen Situationen kennt es, wodurch es sich in seinen Erfahrungen gesehen fühlt. Dass wir das Buch mehrfach aus der Bücherei ausgeliehen und anschließend gekauft haben, spricht für sich.
Ich empfehle das Buch sowohl als Anlass, um über eine konkrete Wutsituation zu sprechen, als auch für zwischendurch. Obwohl der Verlag das Buch ab 3 Jahren empfiehlt, würde ich es aufgrund der Textmenge eher für Kinder ab etwa 4 oder 5 Jahren empfehlen. Für jüngere Kinder könnte es sinnvoll sein, die Geschichte in mehreren Abschnitten vorzulesen oder die Bilder nur zu beschreiben.
In „Wilma und der Wutknödel“ geht es um Wilma, die einen schlechten Tag hat. Dabei folgt eine unangenehme Situation auf die nächste und das, obwohl sie bereits verschlafen hat. Ihre schlechte Laune staut sich mit jeder Erfahrung mehr auf. Und plötzlich taucht ein Wutknödel in ihrem Zimmer auf.
Der Wutknödel möchte nun gerne nach Hause und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was gegen die Wut helfen kann.
2) Cover und Gestaltung
Das Cover des Hardcoverbuchs zeigt Wilma mit dem Wutknödel. Schon auf den ersten Blick erkennt man, dass Wilma schlechte Laune hat. Ihr Gesichtsausdruck, die Blitze und Sterne sowie die gesamte Gestaltung verdeutlichen ihre angespannte Stimmung.
Im Gegensatz dazu tanzt der Wutknödel fröhlich auf Wilmas Kopf. Dadurch entsteht ein schöner Kontrast zwischen Wilmas Wut und dem niedlichen, beinahe unbeschwerten Wesen des Wutknödels.
3) Illustrationen
Die Illustrationen sind niedlich und zugleich ausdrucksstark. Die Mimik der Figuren ist besonders gelungen und auch für kleine Kinder bereits sehr gut lesbar. Mir gefällt besonders, dass die Farbgestaltung im Buch nicht von einem dominanten Rot bestimmt wird, wie es bei anderen Büchern über Wut gestaltet wird. Die Farben sind ausgeglichen und sanft, sie bilden damit einen schönen Kontrast zu dem starken Gefühl, das Wilma durchlebt.
4) Thema und Umsetzung der Geschichte
Die Geschichte zeigt welche alltäglichen Situationen Wilma frustrieren und dazu führen, dass sich ihre Wut immer aufstaut. Dazu gehören zum Beispiel ein Streit mit der Freundin oder andere Erlebnisse, die Kinder aus ihrem eigenen Alltag kennen können. Das erleichtert ihnen den Zugang zu Wilmas Gefühlen.
Gleichzeitig werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, mit Wut umzugehen und sich selbst reguliert. Da Wilma nicht sofort weiß, wie sie dem Wutknödel nach Hause helfen kann, lädt es auch die Kinder dazu ein, auszuprobieren, was ihnen selbst guttut.
Besonders schön finde ich, dass die Wut nicht als etwas Schlechtes dargestellt wird, das verschwinden muss. Stattdessen bekommt sie eine niedliche Gestalt und wird dadurch greifbar.
5) Sprache und Schreibstil
Die Geschichte enthält pro Seite beziehungsweise Doppelseite relativ viel Text. Für Kinder, die beim Vorlesen weniger Geduld haben, könnte es stellenweise zu viel sein. Auch für jüngere 3-jährige dürfte die Geschichte möglicherweise noch zu lang sein.
Mein 6-jähriges Kind konnte der Handlung ohne Probleme folgen und war von Anfang bis Ende gefesselt.
6) Figuren
Wilma entspricht einem typischen Kind, was die Identifikation mit ihr sehr einfach macht. Ihre Gefühle werden durch die ausdrucksstarke Mimik und Gestik besonders verständlich dargestellt.
Der Wutknödel mit seinen bunten, lila Fäden ist ein niedliches Wesen, dem man gerne helfen möchte. Die Idee, Wut als kleine Figur sichtbar zu machen, ist kindgerecht und hilfreich. Sie kann Kindern dabei helfen, ihre eigenen Gefühle anzunehmen, über sie zu sprechen und sie besser zu verstehen.
7) Vorleseerfahrung und Reaktion des Kindes
Mein 6-jähriges Kind war von der Geschichte begeistert. Es fiel ihm leicht, der Handlung aufmerksam zuzuhören und zu folgen. Durch die Alltagsnähe ergaben sich während des Vorlesens viele Gespräche. Wir haben erkundet, ob mein Kind solche Erfahrungen auch schon gemacht hat und wie es damals mit seiner Wut umgegangen ist.
Auch die verschiedenen Strategien zur Selbstregulation waren ein guter Gesprächsanlass. Wir haben gemeinsam überlegt was meinem Kind hilft, wenn es wütend ist und ob es auch bei anderen schon beobachten konnte, wie diese mit ihrer Wut umgehen.
Mein Kind war sehr angetan vom niedlichen Wutknödel, den es sofort ins Herz geschlossen hat. Umso schöner ist es, dass sich auf der letzten Doppelseite eine Bastelanleitung befindet. So kann der Wutknödel nach dem Lesen selbst gestaltet und zum Begleiter im Alltag werden.
Inzwischen haben wir das Buch bereits mehrfach gelesen, erst als Leihexemplar aus der Bücherei und nach dem dritten Ausleihen dann als gekauftes Buch im eigenen Bücherregal.
8) Fazit und Empfehlung
Uns hat „Wilma und der Wutknödel“ sehr gut gefallen. Besonders überzeugend finde ich, dass nicht nur gezeigt wird, wie Wut aussieht und sich anfühlen kann, sondern auch Wege aufzeigt, wie man sich selbst reguliert. Die farbenfrohen, sanften Illustrationen gefallen mir ebenfalls sehr. Trotz des Themas wird die Gestaltung nicht von wütendem Rot dominiert. Stattdessen sorgen die vielfältigen Farben für eine warme und freundliche Atmosphäre. Nicht nur ich, sondern auch mein Kind ist von der Geschichte begeistert. Viele der beschriebenen Situationen kennt es, wodurch es sich in seinen Erfahrungen gesehen fühlt. Dass wir das Buch mehrfach aus der Bücherei ausgeliehen und anschließend gekauft haben, spricht für sich.
Ich empfehle das Buch sowohl als Anlass, um über eine konkrete Wutsituation zu sprechen, als auch für zwischendurch. Obwohl der Verlag das Buch ab 3 Jahren empfiehlt, würde ich es aufgrund der Textmenge eher für Kinder ab etwa 4 oder 5 Jahren empfehlen. Für jüngere Kinder könnte es sinnvoll sein, die Geschichte in mehreren Abschnitten vorzulesen oder die Bilder nur zu beschreiben.