Letzter Heiligabend auf dem Hof
Der 24. Dezember 1963. Joseph hat sich entschieden, diesen Tag sterben zu wollen. Seine Frau Lis hat ihn im August verlassen und den gemeinsamen Sohn Samuel mitgenommen – ohne ein Wort seitdem. Joseph funktioniert kaum noch, erledigt seine letzten Aufgaben nach einer Liste (Stühle verstauen, Tiere versorgen, Kirche besuchen, Abschied nehmen), trinkt Schnaps, schläft kurz, betet erfolglos. Abends setzt er sich mit dem Gewehr des Vaters in die Stube. Im letzten Moment – den Lauf schon im Mund – klingelt es an der Tür.
Elena Fischer schreibt präzise, lakonisch, ohne Sentimentalität – und das ist genau das Richtige für diesen Stoff. Josephs innere Erstarrung wird nicht erklärt, sondern gezeigt: die offene Schranktür, der leere Topf, die nie aufgehängten Bilder. Das ist toll gemacht wie auch die Sprache zu Joseph passt, dem Bergbauern. Und das Ende ist ein starker Cliffhanger. Ich bin gespannt, was danach kommt.
Elena Fischer schreibt präzise, lakonisch, ohne Sentimentalität – und das ist genau das Richtige für diesen Stoff. Josephs innere Erstarrung wird nicht erklärt, sondern gezeigt: die offene Schranktür, der leere Topf, die nie aufgehängten Bilder. Das ist toll gemacht wie auch die Sprache zu Joseph passt, dem Bergbauern. Und das Ende ist ein starker Cliffhanger. Ich bin gespannt, was danach kommt.