Sehr berührend
"Vor ihm lag ein Tag voller letzter Male" - alleine dieser Satz aus dem ersten Kapitel macht mir eine Gänsehaut. Ohne Kontext ist hier schon klar - da will jemand sterben. Ohne auch nur in einem Wort den geplanten Suizid zu erzählen, schafft es Elena Fischer durch die Handlungen und die Gedanken des Mannes eine so trostlose, abschiedsvolle Stimmung zu kreieren, wie es nur wenige Autorinnen zu schreiben wissen. Furchtbar traurig, dass der Weggang der Familie und der Tod der Angehörigen, die darauffolgende Einsamkeit Joseph zu so einem Schritt drängt!
Ich habe bereits das erste Buch der Autorin gelesen und war schon damals von der genauen Beschreibung sozialer Milieus und was sie mit den Menschen machen, beeindruckt. In diesem Nachfolger scheint Fischer ihr Können noch einmal verfeinert zu haben.
Ich habe bereits das erste Buch der Autorin gelesen und war schon damals von der genauen Beschreibung sozialer Milieus und was sie mit den Menschen machen, beeindruckt. In diesem Nachfolger scheint Fischer ihr Können noch einmal verfeinert zu haben.