Welcher Wunsch leitet dich?

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Christoph Kramer trifft in einer Buchhandlung auf Roman, einen jungen Mann, der Kramers Romandebüt mit abgezählten Münzen zahlt. Die beiden kommen ins Gespräch und Roman erzählt Kramer seine Geschichte.

Romans Leben ändert sich in der Silvesternacht 2000 schlagartig, sein Leben wirft Fragen auf und die Suche nach dem mysteriösen „J“ beginnt. Auf dem „Wolkenberührpunkt“ fühlt er sich frei von seinen Problemen und er eignet sich perfekt, um seine Wünsche in die Welt zu tragen.

Wolkenberührpunkt ist der zweite Roman des ehemaligen Fußballers Christoph Kramer. Diesmal steht jedoch nicht Kramer im Mittelpunkt, sondern Roman und seine Kindheit. Kramer schreibt in einfachen Sätzen über eine Kindheit, die nicht immer leicht war. Und obwohl der Satzbau simpel ist, die Worte leicht gewählt und dadurch ein Gefühl von Einfachheit vermittelt wird, gibt der Text zwischen den Zeilen so viel mehr mit und baut dadurch eine schöne Tiefe auf!

Romans Leben ändert sich zum Jahreswechsel ohne Vorwarnung und er beginnt alles zu hinterfragen. Romans Zerrissenheit, den Blick auf die Welt und auf seine familiären Strukturen ist sehr gut gelungen, alles war spürbar und es fühlte sich an als lege sich die Last Romans auf die eigenen Schultern. Seine Gefühle sind nicht nur nachvollziehbar, sondern spürbar.

Neben der sehr gefühlvoll erzählten Geschichte Romans gibt es nach jedem Kapitel auch einen Einblick von Christoph Kramer, eine Art Vergleich zwischen den beiden Lebenswelten in denen sich Roman und Christoph befanden. Er erkennt Unterschiede, sucht Gemeinsamkeiten und reflektiert auf eine Art, die auch mich als Leserin zum Nachdenken gebracht hat.

Wolkenberührpunkt hat mich auf eine Weise berührt, die ich nicht für möglich gehalten habe. Eine Geschichte, die direkt in mein Herz ging und eine, in denen sich manche Erwachsene vielleicht wiederfinden, weil sie es kennen, wenn die eigene Kindheit steinig war.