Anfangs zäh, später besser: Obsession und Schreibprozesse
Themen: Obsession · Schreibprozess
Der Einstieg hat mir zunächst gefallen: Über einen Podcast wird die Ausgangslage der 34-jährigen Thrillerautorin Petra Rose umrissen, bevor die Geschichte in ihre Ich-Perspektive kippt. Inhaltlich fand ich das interessant, erzählerisch blieb der erste Teil für mich jedoch zäh, spannungsarm und stellenweise sogar langweilig. Gerade die vielen Livestream-Passagen und die ständige Selbstbeobachtung der Figur haben mich eher ausgebremst, als Neugier erzeugt.
Zentral ist die Frage, die sich durch den Roman zieht: Muss man alles selbst erlebt haben, um glaubwürdig darüber schreiben zu können? Colleen Hoover verknüpft diese Überlegung mit Reflexionen über Schreibblockaden, kreative Abhängigkeiten und die Angst vor der eigenen Community. Diese Metaebene ist grundsätzlich spannend, entfaltet ihre Wirkung für mich aber erst später.
Ab etwa der Hälfte – ab Seite 200 – wird der Roman deutlich flüssiger. Der Plot schärft sich, die Grenzen zwischen Fiktion und Realität beginnen zu verschwimmen, Themen wie Obsession und reale Gefahr treten klarer hervor. Der zweite Teil ist wesentlich stärker, stringenter erzählt und erfüllt dann auch das Versprechen des Klappentexts.
Die Auflösung ist nicht völlig überraschend, aber stimmig umgesetzt. Besonders gelungen finde ich die Auseinandersetzung mit dem Schreibprozess selbst und dem inneren Druck von Autor*innen – das wirkt reflektiert und ehrlich.
Fazit: Wer sich für körperliche Anziehung, Obsession und den inneren Kosmos schreibender Menschen interessiert, ist hier gut aufgehoben. Der Klappentext verspricht mehr Spannung, als der erste, zähe Teil einlöst, doch ab der zweiten Hälfte war ich zufrieden. Insgesamt solide Unterhaltung mit klaren Schwächen im Einstieg – 3,5 von 5 Sternen.
Der Einstieg hat mir zunächst gefallen: Über einen Podcast wird die Ausgangslage der 34-jährigen Thrillerautorin Petra Rose umrissen, bevor die Geschichte in ihre Ich-Perspektive kippt. Inhaltlich fand ich das interessant, erzählerisch blieb der erste Teil für mich jedoch zäh, spannungsarm und stellenweise sogar langweilig. Gerade die vielen Livestream-Passagen und die ständige Selbstbeobachtung der Figur haben mich eher ausgebremst, als Neugier erzeugt.
Zentral ist die Frage, die sich durch den Roman zieht: Muss man alles selbst erlebt haben, um glaubwürdig darüber schreiben zu können? Colleen Hoover verknüpft diese Überlegung mit Reflexionen über Schreibblockaden, kreative Abhängigkeiten und die Angst vor der eigenen Community. Diese Metaebene ist grundsätzlich spannend, entfaltet ihre Wirkung für mich aber erst später.
Ab etwa der Hälfte – ab Seite 200 – wird der Roman deutlich flüssiger. Der Plot schärft sich, die Grenzen zwischen Fiktion und Realität beginnen zu verschwimmen, Themen wie Obsession und reale Gefahr treten klarer hervor. Der zweite Teil ist wesentlich stärker, stringenter erzählt und erfüllt dann auch das Versprechen des Klappentexts.
Die Auflösung ist nicht völlig überraschend, aber stimmig umgesetzt. Besonders gelungen finde ich die Auseinandersetzung mit dem Schreibprozess selbst und dem inneren Druck von Autor*innen – das wirkt reflektiert und ehrlich.
Fazit: Wer sich für körperliche Anziehung, Obsession und den inneren Kosmos schreibender Menschen interessiert, ist hier gut aufgehoben. Der Klappentext verspricht mehr Spannung, als der erste, zähe Teil einlöst, doch ab der zweiten Hälfte war ich zufrieden. Insgesamt solide Unterhaltung mit klaren Schwächen im Einstieg – 3,5 von 5 Sternen.