Kurz, aber sprüht vor Witz

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schnuck55 Avatar

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In diesem Buch bekommt Käpt'n Flauschbär, der "liebenswerte" Stubentiger aus der Worst Week Reihe, sein eigenes Abenteuer. Wobei er es eher als Albtraumszenario sieht. Wegen seines schlechten Benehmens besucht er nämlich nun die Hochsicherheits-Benimmschule und Besserungsanstalt für ungezogene Viecher. Als wäre das nicht schlimm genug, teilt er dieses Schicksal mit Hund Bitzi, einem weiteren Poschnüffler und anderen "Patienten". Das sieht der beste Kater aller Zeiten überhaupt nicht ein und setzt alles daran, aus dem Haustier-Knast auszubrechen.

Wir kannten vor dem Lesen nur den ersten Band der Worst Week Reihe, doch auch ohne Vorkenntnisse lässt sich dieses turbulente Abenteuer sehr gut lesen. Schon das Cover verspricht, dass es mit den drei Hauptinsassen lustig wird. Die Geschichte startet dann auch ohne lange Vorreden noch vor der Haupttitelseite. Hier wähnt sich Käpt'n Flauschbär noch auf dem Weg zu einem Wellnesstermin, um dann dem Worst Case gegenüberzustehen. Einer Besserungsanstalt für Haustiere aller Art. Was für ein Verrat! Welche Gefühle ihn ereilen wird unnachahmlich toll zeichnerisch umgesetzt. Die Hauptfigur wird genauso dargestellt, wie man Katzen oft sieht: abgehoben, verwöhnt und von sich selbst überzeugt. Die Bildanteile sind sehr groß und haben eine tolle Dynamik, die uns mitgerissen hat. So fliegt Seite um Seite vorbei. Der Text ist auch eher wild verteilt, so dass jüngere Leser*innen sich sicher erstmal zurechtfinden müssen. Neben der von Käpt'n Flauschbart erzählten Geschichte gibt es Kommentare in Sprech- und Gedankenblasen, Lautmalerei und Pfeile, die immer auf etwas deuten, das näher erklärt oder kommentiert wird und gelegentlich wird mit einem Sternchen die Hundesprach übersetzt. Fremdwörter sind mit einer Art Katzengesicht gekennzeichnet und werden am Ende des Buches in einem Glossar erklärt.

Es entsteht ein bunter, äußerst lustiger Mix, der keinen Lesemuffel kalt lässt. Zwar ist das comic-artige Buch von der Gestaltung her nicht ganz einfach zu lesen, jedoch ist die Schrift schön groß und die Bilder unterstützen beim Lesen. Vor allem aber wird man sofort in die Geschichte hineingezogen und möchte wissen, ob der große King Käpt'n Flauschbär es schafft, dem Benimmkurs und dem absolut miesen Essen zu entkommen. Denn leider gibt es da noch zwei Menschen, die sich um die missratenen Haustiere kümmern. Wir fanden das Buch sehr kurzweilig, wenn auch etwas kurz und mit Cliffhanger, so dass Band 2 auf jeden Fall auch gelesen werden muss. 4,5 Sterne