Fies, unterhaltsam, seltsam klischeebehaftet und sehr modern
„Yesteryear“ von Caro Claire Burke ist eines dieser Bücher, an denen man momentan kaum vorbeikommt und ich verstehe absolut warum. Mich hat die Idee sofort gepackt: Eine Influencerin, die online das perfekte Tradwife-Leben verkauft, landet plötzlich in einer Welt, in der genau dieses Leben Realität ist – ohne Komfort, ohne Inszenierung und ohne Kamera.
Nathalie präsentiert ihren Millionen Followern die perfekte Familie, Selbstversorgung, Harmonie und Natürlichkeit. Doch hinter den Kulissen ist vieles Fassade. Nathalie ist dabei keine sympathische Hauptfigur – im Gegenteil. Sie ist kontrollierend, skrupellos, teilweise richtig fies und gemein. Aber genau deshalb funktioniert die Geschichte so gut, weil man ihr trotzdem fasziniert folgt.
Der Wechsel zwischen modernem Influencer-Leben und der kargen anderen Realität sorgt durchgehend für Spannung. Gleichzeitig wirft der Roman Fragen zu Rollenbildern, Selbstinszenierung und dem romantisierten Bild traditioneller Frauenrollen auf. Ich fand das richtig unterhaltsam, teilweise böse satirisch und sprachlich oft herrlich bissig. Mehrfach musste ich lachen.
Was ich allerdings auch im Hinterkopf hatte: Das Buch arbeitet durchaus mit bestimmten Klischees und Bildern rund um Tradwives oder auch sehr konservative, abgeschottete Lebensweisen. Das funktioniert innerhalb der Geschichte zwar gut und sorgt für Unterhaltung, trotzdem sollte man dabei vielleicht ein wenig vorsichtig bleiben, nicht alles als allgemeingültiges Bild solcher Lebensmodelle zu verstehen.
Gegen Ende zieht die Geschichte nochmal ordentlich an und wird überraschend intensiv. Für mich eine richtig starke Idee mit einer unvergesslichen Hauptfigur und einer Mischung aus Satire, Gesellschaftskritik und Zeitreisegeschichte, die einfach Spaß macht zu lesen.
Nathalie präsentiert ihren Millionen Followern die perfekte Familie, Selbstversorgung, Harmonie und Natürlichkeit. Doch hinter den Kulissen ist vieles Fassade. Nathalie ist dabei keine sympathische Hauptfigur – im Gegenteil. Sie ist kontrollierend, skrupellos, teilweise richtig fies und gemein. Aber genau deshalb funktioniert die Geschichte so gut, weil man ihr trotzdem fasziniert folgt.
Der Wechsel zwischen modernem Influencer-Leben und der kargen anderen Realität sorgt durchgehend für Spannung. Gleichzeitig wirft der Roman Fragen zu Rollenbildern, Selbstinszenierung und dem romantisierten Bild traditioneller Frauenrollen auf. Ich fand das richtig unterhaltsam, teilweise böse satirisch und sprachlich oft herrlich bissig. Mehrfach musste ich lachen.
Was ich allerdings auch im Hinterkopf hatte: Das Buch arbeitet durchaus mit bestimmten Klischees und Bildern rund um Tradwives oder auch sehr konservative, abgeschottete Lebensweisen. Das funktioniert innerhalb der Geschichte zwar gut und sorgt für Unterhaltung, trotzdem sollte man dabei vielleicht ein wenig vorsichtig bleiben, nicht alles als allgemeingültiges Bild solcher Lebensmodelle zu verstehen.
Gegen Ende zieht die Geschichte nochmal ordentlich an und wird überraschend intensiv. Für mich eine richtig starke Idee mit einer unvergesslichen Hauptfigur und einer Mischung aus Satire, Gesellschaftskritik und Zeitreisegeschichte, die einfach Spaß macht zu lesen.