sechs; und eins im Sinn

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elohym78 Avatar

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Dr. Chloe Davis ist eine anerkannte Psychologin und behandelt Jugendliche. Ihr fällt es denkbar leicht, in die Rolle eines seelisch verletzten Mädchens zu schlüpfen, ist es ihr mit 12 Jahren doch ähnlich schlimm, wenn nicht sogar noch schlimmer, ergangen. Denn vor zwanzig Jahren verschwanden in ihrem Heimatort Breaux Bridge sechs Mädchen. Und sie hätte eins davon gewesen sein können. Oder auch nicht, denn der Täter war ihr Vater...

Stacy Willinghams Schreibstil hat mir gut gefallen. Direkt zu Beginn stellt sie ihre Protagonistin Dr. Chloe Davis vor, die mir schnell ans Herz bewachsen ist. Eigentlich sollte sie eine rational denkende Psychologin sein, die jegliche Handlung logisch erklären kann, dich bei sich selber scheint sie zu versagen. Oder die Messlatte nicht allzu hoch anzulegen. Ich habe extrem viel geschmunzelt, als sich ein Kratzen im Hals immer mehr steigerte und schnell deutlich wurde, dass Chloe eine Hypochonderin und Schwarzmalerin ist. Trotzdem ist sie mir mehr als sympathisch, da sie mit ihrer kleinen Macke lebensnah und nahbar scheint. Auch ihre Unsicherheit mochte ich von Beginn an.

Ich bin sehr gespannt, ob Chloe wirklich so unsicher ist, wie sie in den Anfangszeilen des Buches scheint, oder ob sie doch eine mutige und starke Frau ist!