berührender Roman über Verlust, Freundinnenschaft und Natur

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schokoladengourmet Avatar

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Sverdrup-Thygeson schafft es mit ihrem Debütroman tief zu berühren. Zunächst hatte ich "lediglich" einen Naturroman erwartet, aber es war so viel mehr. Sie schafft es, Freundinnenschaft über Jahrzehnte hinweg, Umgang mit Verlust und Trauer sowie der Weg zurück ins Leben, in einer wahnsinnig poetischen und bedeutungsgewaltigen Sprache zu vermitteln, ohne zu viel zu wollen.
Die Beziehung zwischen Olga und Eva war für mich wunderschön gezeichnet und auch nachvollziehbar entwickelt. Sie machte für mich den Kern der Geschichte aus, aber auch die anderen Handlungsstränge waren toll ausgearbeitet.
Die Suche nach dem Einsiedlerkäfer und die damit eingehenden Naturbeschreibungen haben mich durch das Buch getragen, auch weil sie nicht nur ihre Schönheit beschreibt, sondern auch die Ausbeutung durch den Menschen - "Wie eine Zwiebel, dachte sie. Wir schälen die Erde Schicht für Schicht. Zuerst fällen wir die Bäume, dann wird der Erdboden abgekratzt und dann machen wir uns über das Gestein her."
Abzug in meiner Bewertung gibt es lediglich für das Ende und einen Handlungsstrang mit dem Behördenmitarbeiter des Bauamtes, aber alles in allem ein wundervoller, lesenswerter Roman!