Die Letzte aus ihrer Familie
Was ist die Wahrheit, und welche Konsequenzen ziehen wir daraus? Diese Fragen erschließen sich mir als Quintessenz dieses Buchs, das die norwegische Naturwissenschaftlerin Anne Sverdrup-Thygeson nach erfolgreichen Sachbüchern als ihren ersten Roman veröffentlicht.
Zwei gravierende Themen flicht sie darin ineinander: Wie setzen wir die Erkenntnisse der Ökologie um, damit unsere Zukunft gesichert bleibt, und wie bewertet die norwegische Bevölkerung das Verhalten Einzelner während der Besatzung durch die deutschen Nationalsozialisten? Sinnigerweise manifestiert sich der Zusammenhang in dem Denkmal aus dem wertvollen, seltenen Larvikit.
Olga (76) und Eva (34), zwei Frauen, die ein ungnädiges Schicksal zusammenführt, überwinden ihre Antipathie, als sie Gemeinsamkeiten entdecken: den Verlust eines Babys und die Leidenschaft für die Natur. Auf vielfältige Weise gelingt es ihnen, einander zu unterstützen im Kampf gegen die Umweltzerstörung und im Aufdecken von Olgas Familiengeheimnissen, bei denen sie mancherlei Anfechtungen ausgesetzt sind. Was bedeutet Elternschaft, ob biologisch und/oder sozial?
Mit dem Psychogramm Evas kann ich mich weniger anfreunden, in dem mir manches dramaturgischen Erfordernissen geschuldet erscheint. Berührt haben mich indessen sehr die ausführlichen Naturschilderungen und die fachkundigen Reflexionen, aus denen ich allerhand Fremdwörter und überaus poetische Namen von Pflanzen und Tieren lernte.
Trotzdem sehe ich in der Darstellung der Protagonisten ausreichend Identifikationspotenzial und kann den Roman all jenen mit Überzeugung empfehlen, denen die ethische Seite der Naturforschung aus der Sicht einer Wissenschaftlerin ein Anliegen ist.
Zwei gravierende Themen flicht sie darin ineinander: Wie setzen wir die Erkenntnisse der Ökologie um, damit unsere Zukunft gesichert bleibt, und wie bewertet die norwegische Bevölkerung das Verhalten Einzelner während der Besatzung durch die deutschen Nationalsozialisten? Sinnigerweise manifestiert sich der Zusammenhang in dem Denkmal aus dem wertvollen, seltenen Larvikit.
Olga (76) und Eva (34), zwei Frauen, die ein ungnädiges Schicksal zusammenführt, überwinden ihre Antipathie, als sie Gemeinsamkeiten entdecken: den Verlust eines Babys und die Leidenschaft für die Natur. Auf vielfältige Weise gelingt es ihnen, einander zu unterstützen im Kampf gegen die Umweltzerstörung und im Aufdecken von Olgas Familiengeheimnissen, bei denen sie mancherlei Anfechtungen ausgesetzt sind. Was bedeutet Elternschaft, ob biologisch und/oder sozial?
Mit dem Psychogramm Evas kann ich mich weniger anfreunden, in dem mir manches dramaturgischen Erfordernissen geschuldet erscheint. Berührt haben mich indessen sehr die ausführlichen Naturschilderungen und die fachkundigen Reflexionen, aus denen ich allerhand Fremdwörter und überaus poetische Namen von Pflanzen und Tieren lernte.
Trotzdem sehe ich in der Darstellung der Protagonisten ausreichend Identifikationspotenzial und kann den Roman all jenen mit Überzeugung empfehlen, denen die ethische Seite der Naturforschung aus der Sicht einer Wissenschaftlerin ein Anliegen ist.