Die Suche nach dem Käfer
Norwegen 2012. Eva Wist, Biologin, zieht für 3 Monate mit ihrer Hündin Orca nach Vestfold. Die Nachbarin Olga Frøyshov, 76 Jahre, wohnt allein & zurückgezogen. In dem Eichenwald soll Larvikit abgebaut werden. Eva ist auf der Suche nach dem Eremit. Was wird noch gefunden?
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„Der Einsiedlersommer“ von Anne Sverdrup-Thygeson ist ihr 1.Roman.
Olga & Eva sind 2 starke Frauen & unterschiedlich. Es verbindet sie jedoch viel. Beide mussten ihren Verlust des Ungeborenen Kindes verkraften. Mit ihrer Trauer gehen sie auf ihre Weise um. Eva flüchtet nach Vestfold, um den Eremit zu suchen. Olga hat ein Ritual auf den Friedhof. Aus Unbekannten werden Bekannte & Freundinnen. Sie schenken sich innerhalb der 3 Monaten Kraft & springen über ihren jeweiligen Schatten. Olga will endlich mit ihrer Familiengeschichte aufräumen. Wie verändert der Verlust den Menschen?
Die Liebe kommt in keiner Weise zu kurz & findet in unterschiedlichen Arten wieder, ob in die Natur, Lebewesen, Partner & Gemeinschaft. Leidenschaft & Brennen für die eine Sache. Das Widerstehen der Versuchung. Wie weit kann Liebe gehen?
Naturschutz vs. Tagebau. Für den Erhalt eines uralten Waldes/Käfer & gegen die Zukunft, Sicherung von Arbeitsplätzen & steigender Wirtschaft in der Region. Dies zeigt wie eng sie miteinander verbunden sind & welche Läger damit bedient werden.
Sverdrup-Thygeson hat ein Buch für Naturliebhaber geschrieben. Beim Lesen atmet man förmlich die frische Waldluft ein, hört das Blätterrascheln oder Vögel singen. Verbindungen zwischen Deutschland & Norwegen innerhalb der Na*izeit spielen eine Rolle. Der Roman hat eine tolle Schreibweise mit kurzen Kapiteln die einen Sog auslöst. Eine tolle, bildhafte Sprache. Das Buch wird aus der Sicht von Olga & Eva erzählt, so ist der Roman nahbar. Die innere Zerrissenheit von Olga & die Hoffnung den Eremit zu finden ist stark zu spüren. Die Übersetzung ist toll. Der Eremit ist ein Einsiedler & Verbindung zu Olga.