Eine norwegische Entdeckung!
„Der Einsiedlersommer“ von Anne Sverdrup-Thygeson wurde vom dtv-Verlag in einer sorgfältigen Gestaltung als Hardcover veröffentlicht. Der sommer-sonnen-gelbe Pappeinband besitzt einen Schutzumschlag mit dem Eremitenkäfer. Das Motiv, zwei überlappende Eichenblätter mit dem aufsitzenden Käfer, wird im Buch wieder aufgenommen: Jeweils drei Kapiteln, die den Sommermonaten Juni bis August entsprechen, sind Fragmente des dreiteiligen Motivs vorangestellt. Pinkfarbenes Lesebändchen, glattes Papier und angenehm zu lesende Schrifttypen. So geht Buchgestaltung!
Der Handlungsfaden setzt sich aus verschiedenen Themen zusammen: Kindesverlust, die Suche nach dem Eremitenkäfer und die Bedrohung seines Lebensraumes durch Larvitkitabbau, sowie Ereignisse im zweiten Weltkrieg. All diese Themen habe ich so bisher in keiner Form im Roman gelesen.
Anne Sverdrup-Thygeson nimmt den Leser auf eine Kartierung norwegischer Wälder mit. So fachlich kompetent und doch laienhaft verständlich, dass man neugierig auf den Eremiten und die Insektenwelt wird, von der man sich im Allgemeinen mehr gebeutelt als fasziniert fühlt.
Die Protagonistin Eva wie auch ihre Freundin Olga und alle anderen handelnden Personen sind sehr authentisch geschildert. Sie haben Schwächen, die sie sympathisch und glaubwürdig machen. Trotzdem die Geschichte eher gemächlich fortschreitet und eine ruhige, angenehme Stimmung ausstrahlt, hatte ich keinen Moment, keine Seite und keinen Absatz lang Langeweile.
Die Autorin ist für mich DIE Entdeckung aus Norwegen. Endlich mal etwas anderes! Es ist schön, wenn ein Autor etwas mitzuteilen hat und das auch noch stilistisch gekonnt umsetzt.
Eine absolute Leseempfehlung!
Der Handlungsfaden setzt sich aus verschiedenen Themen zusammen: Kindesverlust, die Suche nach dem Eremitenkäfer und die Bedrohung seines Lebensraumes durch Larvitkitabbau, sowie Ereignisse im zweiten Weltkrieg. All diese Themen habe ich so bisher in keiner Form im Roman gelesen.
Anne Sverdrup-Thygeson nimmt den Leser auf eine Kartierung norwegischer Wälder mit. So fachlich kompetent und doch laienhaft verständlich, dass man neugierig auf den Eremiten und die Insektenwelt wird, von der man sich im Allgemeinen mehr gebeutelt als fasziniert fühlt.
Die Protagonistin Eva wie auch ihre Freundin Olga und alle anderen handelnden Personen sind sehr authentisch geschildert. Sie haben Schwächen, die sie sympathisch und glaubwürdig machen. Trotzdem die Geschichte eher gemächlich fortschreitet und eine ruhige, angenehme Stimmung ausstrahlt, hatte ich keinen Moment, keine Seite und keinen Absatz lang Langeweile.
Die Autorin ist für mich DIE Entdeckung aus Norwegen. Endlich mal etwas anderes! Es ist schön, wenn ein Autor etwas mitzuteilen hat und das auch noch stilistisch gekonnt umsetzt.
Eine absolute Leseempfehlung!