Eine verwickelte Forschungsgeschichte

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gerwine ogbuagu Avatar

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Eine sehr interessante Einführung in die Erdgeschichte sowie das Fühlen des Eremitenkäfers bietet schon der Prolog. Dazu die Information, dass dieser Käfer ein Symbol der Wiedergeburt darstellt, ähnlich dem altägyptischen Skarabäus. Aber es geht hier um viel mehr als die Erforschung dieses Käfers. Es ist auch eine Beziehungsgeschichte, wie wir dem telefonischen Dialog Evas mit ihrem Partner entnehmen. Sie ist für ihn überraschend abgereist. Geburtserinnerungen lesen wir. Ihr kleiner Sohn war tot geboren.
Eva fährt in Begleitung der Hündin Orca. Sie findet ihre neue Wirkungsstätte, ein altes Haus, mit alter Möblierung. Alles umgeben mit viel Wald. Eva liebt diese Umgebung.
Sie wird ein großes Waldgebiet kartographieren – eine ökologische Bestandsaufnahme durchführen. Dabei trifft sie auf ihre Vermieterin Olga. Von ihrem kleinen Haus aus kann Eva sie beobachten. Sie nimmt Kontakt auf. Olga freut sich nicht auf diesen Einbruch in ihre Einsamkeit. Es stellt sich allerdings heraus, dass die Frauen mehr Gemeinsamkeiten haben, als sie voraussehen konnten – auch Olga hat ein Kind verloren. Eva wird sehr viel von Olga in Gesprächen erfahren, was im Zweiten Weltkrieg in Norwegen geschah – Olgas Verwandter war Mitglied einer Widerstandsgruppe…
Dann gibt es da noch Hallvard, Leiter des Amtes für Gewerbe und Ortsentwicklung, der Eva bei allem behilflich sein wird, was ihr Auftrag beinhaltet. Eva soll Fallen aufstellen, um Insekten zu fangen - ganz besonders auf ihrer Suche nach dem Käfer genannt Eremit.
Der Roman enthält alle wichtigen Aspekte einer spannenden Erzählung: Einsamkeit als Trost für Verlust und Trauer – das ruft nach einer Suche für Erlösung. Dazu passt die Symbolik der Wiedergeburt dieses Käfers. Begleitung einer Gefährtin: eine Hündin. Hoffnung auf eine erfolgreiche Forschung und gleichzeitige Freimachung des schwerwiegenden inneren Kampfes. Wunderbare Naturbeschreibungen begleiten Evas Suche in ihrem Forschungsobjekt. Maja Lunde, die Bestsellerautorin Norwegens sagt:“Niemand schreibt so über die Natur wie Anne Sverdrup-Thygeson.“ Genau so ist es – Lesen dieser Geschichte bleibt eine faszinierende Erfahrung.