Einfühlsam, wichtig und ohne Schnörkel

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meisje25 Avatar

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Was für ein wunderschönes Buch.
Mich hat diese Geschichte sofort begeistert: ein einfühlsamer Roman über Natur und unseren Umgang mit ihr, über Verlust, Freundschaft und die Kraft, wieder zu sich selbst zu finden. Ein kleines Geheimnis aus der Vergangenheit verleiht dem Buch zudem genau die richtige Portion Spannung.

Die Hauptfigur Eva nimmt eine Kartierungsstelle in einer kleinen Gemeinde in Norwegen an. Sie flieht aus Oslo, wo sie die Erinnerungen an die Todgeburt ihres Sohnes nicht loslassen, und sucht Abstand von ihrem Partner Eirik. Die Aufgabe, einen ausgestorben geglaubten Käfer in den alten Eichenwäldern aufzuspüren, soll ihr helfen, wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Doch der Neustart gestaltet sich schwieriger als gedacht: die spröde Nachbarin Olga, eine Bergbaufirma, die die wertvollen Wälder roden will, und Eirik, der nicht bereit ist, sie einfach gehen zu lassen.
Mit Rückschlägen, aber stetig, arbeitet sich Eva voran – durch die Wälder und durch ihre eigenen Wunden.

Besonders gefallen hat mir die Offenheit der Figuren. Es gibt keinen künstlich erzeugten Twist durch unnötiges Schweigen, wie man es aus vielen Romanen kennt. Stattdessen entwickeln sich Beziehungen – vor allem die zwischen Olga und Eva – ganz natürlich und lebensnah.

Auf vielen Ebenen kann dieses Buch überzeugen. Definitiv eine Leseempfehlung.