Rückzugsort
Der Titel "Einsiedlersommer" hat im Zusammenhang mit dem Debütroman von Anne Sverdrup-Thygeson mehrere Bedeutungen. Einerseits geht es um die Suche nach einem "Eremitenkäfer", in dessen Namen ja auch das Wort "Einsiedler" steckt und andererseits zieht auch die 33-jährige Protagonistin Eva Wist sich bewusst aus Oslo in ein Dorf in Vestfold zurück, weil sie die Totgeburt ihres ersten Kindes verarbeiten muss und daher von der Gemeinde die Aufgabe annimmt, nach dem Eremitenkäfer zu suchen. Und dann gibt es dort noch die 76-jährige Nachbarin Olga, die schon lange wie eine Einsiedlerin lebt und kaum Kontakte in den Ort pflegt. Auch auf Eva reagiert sie zunächst sehr abweisend und sieht sie als Störfaktor an.
Doch bald merken die beiden Frauen, dass sie viel mehr gemeinsam haben, als man ahnen konnte und auch der Einsatz gegen einen Steinbruch in der abgelegenen Gegend mit den ökologisch wertvollen alten Baumbeständen eint die beiden Frauen, auch wenn jeweils unterschiedliche Motive dahinterstecken, bei Eva der Lebensraum des seltenen Käfers und anderer Lebewesen, bei Olga ein altes Familiengeheimnis.
Ich fand die Geschichte der beiden Frauen sehr interessant, zumal auch die unschöne Vergangenheit, in der die Nationalsozialisten viel Unheil in Norwegen angerichtet haben, eine gewisse Rolle spielt. Auch, wie das alltägliche Leben in so einem kleinen, abgelegenen norwegischen Ort abläuft, hat mich, ebenso wie natürlich die Natur dort, interessiert. Die Handlung blieb auch lange spannend, da es immer wieder zu unerwarteten Wendungen kam. Der Schreibstil der Autorin war gut nachvollziehbar anschaulich und auch die Sprecherin des Hörbuchs empfand ich als gut gewählt, passend zur Atmosphäre des Romans. Man konnte ihr gut folgen.
Doch bald merken die beiden Frauen, dass sie viel mehr gemeinsam haben, als man ahnen konnte und auch der Einsatz gegen einen Steinbruch in der abgelegenen Gegend mit den ökologisch wertvollen alten Baumbeständen eint die beiden Frauen, auch wenn jeweils unterschiedliche Motive dahinterstecken, bei Eva der Lebensraum des seltenen Käfers und anderer Lebewesen, bei Olga ein altes Familiengeheimnis.
Ich fand die Geschichte der beiden Frauen sehr interessant, zumal auch die unschöne Vergangenheit, in der die Nationalsozialisten viel Unheil in Norwegen angerichtet haben, eine gewisse Rolle spielt. Auch, wie das alltägliche Leben in so einem kleinen, abgelegenen norwegischen Ort abläuft, hat mich, ebenso wie natürlich die Natur dort, interessiert. Die Handlung blieb auch lange spannend, da es immer wieder zu unerwarteten Wendungen kam. Der Schreibstil der Autorin war gut nachvollziehbar anschaulich und auch die Sprecherin des Hörbuchs empfand ich als gut gewählt, passend zur Atmosphäre des Romans. Man konnte ihr gut folgen.