unbedingt lesen! Ein gelungener Sommerroman mit Tiefgang

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
dodo1 Avatar

Von

Ich durfte den ersten Roman der Autorin Anne Sverdrup-Thygeson lesen und rezensieren. Die Autorin hat bisher sechs Sachbücher veröffentlicht und mit "Der Einsiedler Sommer" nun einen Roman veröffentlicht.

Zum Cover: Das Cover ist in wenigen, gedeckten Farben gehalten. Über zwei Drittel des Buches sind in gelb und lila zwei Eichenblätter stilisert dargestellt.Etwas hervorgehoben ist die Gestalt eines Käfers, der bunt schillert. Die gedeckten Farben passen zum Inhalt des Buches, denn die Geschichte wird leise und ruhig erzählt.

Zum Inhalt: Eva Wist flieht nach einem großen Verlust von Zuhause und übernimmt die schwierige Aufgabe, den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Sie bezieht ein Haus in einem Dorf und stürzt sich in die Arbeit. Ihre Nachbarin ist die 76 Jahre alte Olga, die allein und eigenbrödlerisch lebt und Eva zunächst sehr schroff begegnet. Langsam entsteht eine Freundschaft zwischen beiden Frauen und Leserinnen und Leser erfahren nach und nach, welche Schicksale beide Frauen erlebt haben.

Ich bin so begeistert von diesem Roman. Während des Lesens wollte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Es passiert selten, dass mich ein Buch so fesselt, dass ich das Lesen nicht unterbrechen möchte. Die Autorin hat es geschafft, mich durch die leichte und beschreibende Erzählweise tief in die Natur Norwegens abtauchen zu lassen. Ich habe die Rosen im Garten sehen können. Bin gedanklich mit Eva durch die Wälder gestreift und konnte in Gedanken die riesigen Eichen sehen, die Evas vorrangiges Ziel waren, um den Eremitenkäfer zu finden.

Gleichzeitig konnte ich fühlen, welche Verluste beide Frauen erlitten haben und habe mit ihnen getrauert und gehofft.

Es war ein Einblick in die Gefühlswelt von Eva, die nicht nur mit einem schlimmen Verlust klarkommen muss, sondern auch herausfinden muss, ob und wie ihre Beziehung weitergeht.

In dem Buch wird sehr feinfühlig die aufkeimende Freundschaft beider Frauen gezeichnet.

Der Roman ist zudem ein Mahnmal, dass wir Menschen die Aufgabe haben, die Natur zu schützen. Dass wir nicht nur auf Profit und Macht aussein sollten, sondern vielmehr darauf, Pflanzen und Tiere zu schützen und mit ihnen zu leben.

Ich würde gern so viel mehr über den Inhalt dieses Buches schreiben, aber ich möchte nichts vorweg nehmen. Deswegen beende ich meine Rezension und gebe eine klare Leseempfehlung für alle, die daran interessiert sind, dass unser Planet geschützt wird. Für alle, die Verluste erlitten haben und damit leben müssen. Für alle, die Freundschaft zu schätzen wissen.