Waldsommer
Auf der Suche nach dem als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zieht Biologin Eva sich für mehrere Sommermonate in den norwegischen Wald zurück. Die Aufgabe, die Waldgebiete zu kartieren, ist ihr wichtig, doch genauso wichtig ist die persönliche Auszeit in der Natur und der Rückzug in die Abgeschiedenheit für sie, nachdem sie ihr Baby verloren hat und wieder zu sich selbst finden muss. Dafür braucht sie Abstand zu ihrem bisherigen Stadtleben und Partner Eirik.
In Eigenbrötlerin Olga, die auf dem Nachbarhof lebt und mehr als doppelt so alt ist wie sie, findet Eva bald eine Freundin, mit der sie sich austauschen kann. Mir hat es gut gefallen, wie in diesem Roman die Lebenswelten der beiden Frauen verknüpft werden, wie Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen. Der ruhige Erzählstil passt wunderbar dazu! Beziehungen verändern sich langsam, Geheimnisse kommen nach und nach ans Licht und auch der Wald gibt allmählich so einiges preis, was in seinem Totholz verborgen liegt.
Das wichtige Thema Artenschutz ist hier elegant in eine persönliche Geschichte verflochten. Man bekommt beim Lesen einen besonderen Blick auf Käfer und Insekten und versteht, wie bedeutsam die Zusammenhänge für die Natur sind. Die Diskussionen im Ort sind realistisch dargestellt. Es gibt einige sympathische Nebenfiguren, aber auch Menschen, die zwiespältig wirken, sobald es um Profite oder die Lokalpolitik geht. Bis zum Ende des Sommers machen Eva und ihr Eremitenprojekt jedenfalls ein paar spannende Entwicklungen durch, ebenso wie ihre großartige Nachbarin Olga.
Mir hat die Geschichte bis zum Ende gut gefallen und wirklich schön fand ich, dass manches im Roman ein bisschen in der Schwebe bleibt und Raum lässt für Deutungen.
In Eigenbrötlerin Olga, die auf dem Nachbarhof lebt und mehr als doppelt so alt ist wie sie, findet Eva bald eine Freundin, mit der sie sich austauschen kann. Mir hat es gut gefallen, wie in diesem Roman die Lebenswelten der beiden Frauen verknüpft werden, wie Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen. Der ruhige Erzählstil passt wunderbar dazu! Beziehungen verändern sich langsam, Geheimnisse kommen nach und nach ans Licht und auch der Wald gibt allmählich so einiges preis, was in seinem Totholz verborgen liegt.
Das wichtige Thema Artenschutz ist hier elegant in eine persönliche Geschichte verflochten. Man bekommt beim Lesen einen besonderen Blick auf Käfer und Insekten und versteht, wie bedeutsam die Zusammenhänge für die Natur sind. Die Diskussionen im Ort sind realistisch dargestellt. Es gibt einige sympathische Nebenfiguren, aber auch Menschen, die zwiespältig wirken, sobald es um Profite oder die Lokalpolitik geht. Bis zum Ende des Sommers machen Eva und ihr Eremitenprojekt jedenfalls ein paar spannende Entwicklungen durch, ebenso wie ihre großartige Nachbarin Olga.
Mir hat die Geschichte bis zum Ende gut gefallen und wirklich schön fand ich, dass manches im Roman ein bisschen in der Schwebe bleibt und Raum lässt für Deutungen.