Wieviel kann ein Mensch ertragen?

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Der Roman "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson ist eine Ode an die Freundschaft und an die Natur. Die Geschichte von Eva, die nach einem schweren Schicksalsschlag, den Sommer über in einem kleinen Ort in Norwegen verbringt, um zu sich zu kommen, zeigt viele Parallelen zu Olga, ihrer Nachbarin, die sie zunächst unter schwierigen Bedingungen kennenlernt. Doch Gemeinsamkeiten im Leben, Beharrlichkeit und Menschlichkeit führen diese beiden so unterschiedlichen Frauen zueinander. Sie brauchen einander. Die Grundgeschichte, die Suche nach dem bedrohten Käfer, bildet den Rahmen einer so viel tiefergehenden Geschichte, die mich in den Bann gezogen hat. Der Schreibstil der Autorin gefällt mit außerordentlich gut. Die LeserInnen werden in den Bann gezogen, Spannung wird in allen Themenbereichen aufgebaut und durch detailreiche Beschreibungen untermalt. Das Cover ist äußerst hochwertig gestaltet. Ein bunter Käfer auf zwei unterschiedlich farbigen Blättern ziert den Umschlag. Er ist ein wenig erhaben. Die Blätter könnten in meiner Vorstellung für die beiden Freundinnen stehen. Eine emotionale Nebengeschichte spricht auch diejenigen LeserInnen an, die gerne über Beziehungen und Liebeleien lesen. Die Beschreibung der Natur und die darin steckende starke Zuneigung, beeindruckt am meisten. Liebevolle Ideen und Ausschmückungen lassen das Herz von Naturfreunden höher hüpfen.
Die ProtagonistInnen sind authentische Charaktere, die der Geschichte Menschlichkeit verleihen. Ich habe sie schnell lieb gewonnen und mich auf deren Seite geschlagen. Alles in allem ein unglaublich schöner Roman. Ich hoffe, es wird weitere geben von dieser großartigen Autorin. Vielen Dank für dieses Werk!