Zwischen Wahn und Wirklichkeit
Nova Winter ist das Pseudonym von Svenja Diel. „Der Mentor“ und „Der Jäger“ hatten mir gefallen. Die dortige Protagonistin heißt Nova Winter. Das finde ich lustig.
Doch „Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus.“ ist ganz anders. Mehr psycho als blutig und brutal. Worum geht es?
Smilla rettet den kleinen Moritz vor dem Ertrinken - und spürt, dass er ihr Sohn ist, was aber nicht sein kann. Denn sie war nie schwanger.
Es stellt sich heraus, dass Moritz‘ Eltern, Lou und Quentin, Smilla und Jonas‘ neue Nachbarn sind. Lou ist abweisend, ihr Mann Quentin extrem freundlich.
Und dann ist da noch Fabian. Er ist irgendwo eingesperrt. Scheinbar ist er nicht der Einzige. Wie passt das alles zusammen?
„Die Nachbarin“ ist spannend und unterhaltsam. Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven, Fabian, Smilla, Lou etc.
Der Thriller zeichnet sich durch eine bedrückende Atmosphäre, unzuverlässige Erzähler und das ständige Verschwimmen von Wahrheit und Wahnsinn aus.
Unerbittlich seziert Nova Winter die tiefsten Ängste und Abgründe der Figuren.
Mit „Die Nachbarin“ präsentiert sich die Autorin als Meisterin der Irrungen und Wendungen. Und glaubt man, es sei keine Steigerung mehr möglich, dann setzt sie noch einen drauf. Und noch einen. Und noch einen…
Eine Auflösung, die alles in den Schatten stellt.
Fazit: Packender Thriller mit psychologischer Tiefe und hohem Gänsehautfaktor.