In einer kleinen Stadt

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zoe82 Avatar

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Ich habe lange nichts mehr von Linwood Barclay gelesen. Umso größer war meine Freude über seinen neuen Thriller „Komm spielen“. Worum geht es?
Ein Rückblick in das Jahr 2001. Wir lernen den kleinen Jeremy kennen. Er bekommt zu Weihnachten eine gebrauchte Eisenbahn. Nicht die PlayStation, die er sich gewünscht hat. Ab da wird es magisch. Seine Wünsche werden wahr.
In der Gegenwart begegnen wir Annie und ihrem Sohn Charlie. Sie ist eine erfolgreiche Autorin und will ein paar Monate aufs Land ziehen. Denn sie gibt sich die Schuld am Tod eines kleinen Jungen.
Charlie langweilt sich in der kleinen Stadt. Ohne seine Freunde fühlt er sich einsam. Umso größer ist seine Freude, als er in einem verschlossenen Schuppen auf ihrem Grundstück eine vergessene Modelleisenbahn findet.
Annie freut sich über Charlies Glück, doch irgendetwas an seinem neuen Spielzeug ist beunruhigend. Seltsame Geräusche wecken Annie nachts - sie könnte schwören, einen Zug zu hören (im Original heißt das Buch „Whistle“), doch weit und breit gibt es keine Zugstrecke, nur einen stillgelegten Bahnübergang.
Merkwürdige Dinge geschehen. Explosionen. Selbstmorde. Männer verschwinden. Seit neustem auch Tiere. In der Nachbarstadt hat ein Geschäft für Spielzeugeisenbahnen aufgemacht. Quasi über Nacht. Steht der Besitzer mit diesen verrückten Ereignissen in Verbindung?
„Komm spielen“ hat mich anfangs ein bisschen an Stephen Kings „In einer kleinen Stadt“ (Needful Things) erinnert. Tatsächlich hat sich Annie dieses Buch als Lektüre für ihre Auszeit mitgebracht. Und tatsächlich entwickelt sich dieser Thriller zu einer Horrorgeschichte wie der Meister sie in den 90ern schrieb.

Fazit: Grandioser Thriller. Wie Stephen King in seinen besten Zeiten.