Gut mit Extrastern für das Thema an sich
Was ist, wenn ein Paar befürchtet, dass ihr ungeborenes Kind mit Trisomie 21 zur Welt kommen könnte? Welche Gedanken, welche Zweifel haben sie?
Das Cover kommt bunt und fröhlich daher, aber jäh gebrochen durch den Titel, der eine Beleidigung ist, eine Provokation. Und damit ein Widerspruch - wohl genau so gewollt. Und auch passend zum Inhalt wie die lesende Person bald feststellen wird.
Der Roman ist autobiographisch, was viel Authentizität mit sich bringt, gleichzeitig ist die Art wie er geschrieben ist eigen. Teils ist es ein angenehmer Lesefluss, ging ich mit den Gedanken mit, an anderer Stelle ist es mühsamer, manchmal wirkt es gar konstruiert. Gedankenanregend ist es allemal: Wie ist mein eigener Blick, wie würde ich in der Situation reagieren und welche Erfahrungen habe ich mit Menschen mit Down-Syndrom bisher gemacht?
Eine größere Wirkung hat das sicherlich auf Lesende, die weniger Kontakt mit Menschen mit BeHinderung haben und die in etwa so denken:
"Das liegt wahrscheinlich daran, dass man bei Begegnungen mit diesen Leuten immer etwas irritiert ist, beziehungsweise dass ich es gewesen und ihnen deshalb, so gut es ging, aus dem Weg gegangen bin. Das ist doch normal, oder? Man weiß ja nie, wie die reagieren."
(Zitat aus "Mongo" von Harald Darer)
Genau diesen geneigten Lesenden sei das Buch sehr ans Herz gelegt.
FAZIT: Wichtig, eigen und trotz - vielleicht wegen - des Themas auch ein Glücksbuch.
Das Cover kommt bunt und fröhlich daher, aber jäh gebrochen durch den Titel, der eine Beleidigung ist, eine Provokation. Und damit ein Widerspruch - wohl genau so gewollt. Und auch passend zum Inhalt wie die lesende Person bald feststellen wird.
Der Roman ist autobiographisch, was viel Authentizität mit sich bringt, gleichzeitig ist die Art wie er geschrieben ist eigen. Teils ist es ein angenehmer Lesefluss, ging ich mit den Gedanken mit, an anderer Stelle ist es mühsamer, manchmal wirkt es gar konstruiert. Gedankenanregend ist es allemal: Wie ist mein eigener Blick, wie würde ich in der Situation reagieren und welche Erfahrungen habe ich mit Menschen mit Down-Syndrom bisher gemacht?
Eine größere Wirkung hat das sicherlich auf Lesende, die weniger Kontakt mit Menschen mit BeHinderung haben und die in etwa so denken:
"Das liegt wahrscheinlich daran, dass man bei Begegnungen mit diesen Leuten immer etwas irritiert ist, beziehungsweise dass ich es gewesen und ihnen deshalb, so gut es ging, aus dem Weg gegangen bin. Das ist doch normal, oder? Man weiß ja nie, wie die reagieren."
(Zitat aus "Mongo" von Harald Darer)
Genau diesen geneigten Lesenden sei das Buch sehr ans Herz gelegt.
FAZIT: Wichtig, eigen und trotz - vielleicht wegen - des Themas auch ein Glücksbuch.