Vorhang auf

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eckelmann Avatar

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Ich habe mich schnell in den opulenten Künstlerroman eingelesen und die Erlebnisse und Erinnerungen des Regisseurs verfolgt. Es sind viele Passagen, die ich gebannt verfolge, würzige Dialoge der Menschen, die mit und ums Theater zu tun haben. Erinnerungen. Reflexionen eines Lebe- und Liebesmannes, eines Mannes mittlerweile fast schon im Vorruhestand. Das Theater ist seine Welt, Musik und Malerei mindestens ebenbürtig. Immer wieder blitzt gewitzt bildungsbürgerliches Kulturwissen auf. Atemberaubend sitze ich bei seiner letzten Inszenierung des Figaro. Anderes Zuschauen als sonst. Und diese Stelle mit der Stille vorm Applaus lässt auch mich innehalten. Wenn Alles geschafft ist, der Höhepunkt erreicht. Großes Theater.
Auch der Krimi im "Italienischen" Keller verläuft spannend und grotest. Die Figuren, insbesondere die Männer, wirken teilweise stark überzeichnet, lesenswert in jedem Falle. Zum Ende hin scheint es sich zu schnell und zu leicht aufzulösen. Vielleicht Wunsch und Sehnsucht des Autors, mit sich und der Welt im Reinen zu sein.